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Kategorie: Meine Gedichte

Herbsttag im November

Herbsttag im November

Herbsttag im November

In mir erstickt ein Schrei,
der meine Sehnsucht gefriert.
An den Rand der Erkenntnis
Schieben sich Trauer, Wut und Verlangen.

Ewas in weiter Ferne
heult wie ein Wolf
In der Nacht.
In der Ohnmacht.

Ein Blick jedoch
Löst dann die Starre.
Ist es dieser Baum
Der zu mir spricht.

Mit weit geöffneten Armen
Alles umarmend
Regen, Finsternis und Kälte,
Sogar mich.

Verwurzelt steht er da
Lebendig gar in seiner Stärke.
Mit Blättern grün und bunt
Die er sparsam nur gibt dem Wind.

Rund herum ist alles kahl
Die Weisheit nur kennt
Mein Freund
Wer wirklich lebt.

© 2021 by Abraxandria

Morgens früh um Sechs…

Morgens früh um Sechs…

Zur Feier des Tages, und wie passend ist es da, dass heute zu Halloween die Zeit umgestellt wurde und es nun bereits um fünfe schon dunkel wird, habe ich ein kleines Volksgedicht, ein Abzählreim und Kinderlied, ein wenig umgeschrieben, einfach um etwas Halloween Stimmung auf meinen Blog darzubringen:

Euch allen ein HAPPY HALLOWEEN!

Abends spät um sechs
kommt die kleine Hex

Abends spät um sieb’n
hört man Drachen fiep’n.

Abends spät um acht
gräbt sie einen Schacht.

Abends spät um neune
kocht sie dunkle Träume.

Abends spät um zehn
kann niemand sie mehr sehn

Da tanzt sie bis um elfe,
läßt es donnern bis um zwölfe.

Fröschebein, Gewurm und Speck,
Hurtig Kinder, lauft nun weg!

© 2021 by Abraxandria

Nun, das war gar nicht so leicht umzuschreiben. Es hat auch nicht immer so richtig gepasst. Aber Spaß soll es doch machen und an Halloween darf man alles nicht so eng sehen.
Den Original Text findet ihr unter „Morgens früh um sechs…“ überall im Internet oder auch hier als sympathischer Film-Ausschnitt aus Janoschs Traumstunde.

Habt einen gruselig gemütlichen Abend!

Gedicht zur Walpurgisnacht – Kurze Version

Gedicht zur Walpurgisnacht – Kurze Version

Walpurgisnacht Walpurgisnacht,
Ich schmecke deine Zauberkraft.
Walpurgisnacht Walpurgisnacht,
Du weckst in mir die Eigenmacht,
Die längst vergessene Frauenkraft.

© copyright 2021 by Abraxandria

Da mein vorangeschriebenes Gedicht doch arg viele Zeilen enthält und einiges an Konzentration der/m LeserIn abfordert, möchte ich mich doch gerne an einer weiteren Fassung desselben Inhaltes versuchen, einer Kurzfassung.
Ich nehme diesen wunderbaren und von mir hochgeschätzen Tag zum Anlass über uns Frauen zu philosophieren. Ich suche nach der Hexe in jeder Frau. Möge sie diese in sich entdecken und befreien, denn mit ihr befreit sie auch sich selbst.
Die wilde Frau, die uneingeschränkt sie selbst sein darf. Die nicht darüber nachzudenken braucht, was wer nun von ihr erwartet und wie sie am besten die Wünsche der anderen erfüllen kann. Die wilde Frau braucht nicht das Okay der ganzen Gesellschaftsstruktur um glücklich zu sein. Die wilde Frau ist wild, um uneingeschränkt sie selbst zu sein, um glücklich zu sich selbst zu stehen und ihren eigenen Weg zu gehen.
Ich sehe die Hexe als Sinnbild der wilden Frau in jeder von uns. Ich finde, es ist mehr als berechtigt, wo sie doch zu streng überall unterdrückt wird, sie in der Walpurgusnacht endlich einmal hervorzuholen und sie ausgiebig zu feiern. Dazu rufe ich mit meinem kleinen Gedicht hier auf!

Herzlichst, Eure Abraxandria ♥

Gedicht zur Walpurgisnacht

Gedicht zur Walpurgisnacht

Heute ist Walpurgisnacht

Heute ist Walpurgisnacht
Heute fliegen die Besen, dass niemand mehr lacht.
Heute ist alles erlaubt.
Heute ist unsere Nacht.

Kommt, kommt geschwind
Zum Tanze,
ihr Frauen,
Ihr wilden Frauen und auch ihr braven Frauen!

Um das Feuer herum wollen wir uns drehen,
Mit den fackelnden Flammen unsere Macht uns nehmen.
Heute holen wir sie uns zurück,
Denn heute ist Walpurgisnacht.

Hui, hui,
Es zischt der Kessel,
Es raucht und qualmt.
Es trommelt und rasselt,
Es jauchzt und schallt.

Heute feiern wir ein Fest,
Heute singen und tanzen und musizieren wir.
Heute gibt es kein wenn und aber,
Heute gibt es nur hier und wir.
Heute sind wir WIR.
Endlich.

Komm auch du,
Schließ dich uns an.

Heute darfst du alles sein,
Wild, authentisch und frei,
Träumend und spielerisch,
Chaotisch und selbstbestimmt,
Und vor allem du selbst
Mit allem was du bist.

Denn heute ist Walpurgisnacht.
Komm,
Wir wollen feiern.
Auf die Besen,
Eins zwei drei!


Epilog:

Ihr Frauen, geht in eure Macht!
Denn heute ist Walpurgisnacht.
Und morgen noch und übermorgen auch
So soll es sein
Und überhaupt und immer
Ihr Frauen,
Bleibt in eurer Macht!
Vergesst nie mehr Walpurgisnacht.

© copyright 2021 by Abraxandria

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Von der Bedeutsamkeit des Lebens

Von der Bedeutsamkeit des Lebens

Dies ist mal kein Gedicht von mir wie ich es üblicherweise hier poste. Dies ist mal was anderes. Dieses Mal habe ich eine kleine Geschichte aufgeschrieben.

Es war spät in der Nacht als ich diese kleine Geschichte aufschrieb. Ich schaute aus dem Fenster auf die leere Strasse und fühlte mich irgendwie deprimiert oder auch verloren. Also beschloss ich meine Gedanke zu sortieren um mich besser zu fühlen. Was dabei herauskam, ist diese kleine Geschichte hier.
Ich hoffe, sie vermag es ebenfalls, euch liebe Leser, zu erfreuen und aufzumuntern.
Der ursprüngliche Titel der Geschichte lautet: Von der Bedeutsamkeit des Lebens. Das umfasst dann auch schon gut um was es hier geht. Da dieser Titel doch sehr schwerwiegend ist, habe ich einen zweiten Titel hingefügt: Die Weisheit des Baches. Dieser zweite Titel klingt nun schon märchenhafter und ein wenig leichter… und er bringt es auf den Punkt, denn dies ist eine Weisheitsgeschichte.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen!

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Gedicht an den Januar

Gedicht an den Januar

Gedicht an den Januar

Januar,
Du Zeit des Rückzugs und der Innenkehr.

Dunkel ist Dein Monat,
klirrend Deine Kälte,
doch dein Atem ist so frisch und klar
gleich einer jungen Quelle.

Kaum hörbar flüsterst Du vom Licht,
welches Du bringst.
Und nur wer ganz still ist,
vermag Deine Wunder zu erkennen.

Du entfaltest Deine Zauberkraft,
legst einen Schleier aus glitzernden Kristallen übers Land.
Wälder, Bäume, Felder
verwandelst Du in ein Märchenwunderland.

Unter Deiner Decke erwacht das Leben
und bereitet sich
unter Deinem Schutze
auf den Frühling vor.

Januar,
Du Monat in schwarz-weiß.

Du bist das Dunkel,
das das Licht trägt.
Du bist der Anfang
und die Wiedergeburt.

Du lädst uns eins,
dir auf Deiner Reise zu folgen,
geduldig zu vertrauen,
still zu werden
und Wundern zu begegnen.

© 2021 by Abraxandria

Gedicht an die Mondin

Gedicht an die Mondin

 

Gedicht an die Mondin

Oh Mondin,
Dein Licht erstrahlt
alles durchdringend
im leuchtend Silberweiß.
Kalt und klar
Nebel umwoben.

Oh mystische Mondin,
in Deinem Schein
bekommt die Welt ein neues Gesicht.
Du tauchst alles
in eine andere Sicht.

Die Nacht glüht hell
dem Tage gleich,
Schatten wandern wandelnd umher.
Alles erwacht.
Was öffnet sich dort hinter den Schleiern?

Oh Mondin,
Du mystisches Licht im Dunkel.
Magisch ziehst Du mich in Deinen Bann.
Meine wahre Natur erwacht in mir
und weckt meine Lebenskraft.

Oh mystische Mondin,
auf Deinen Pfaden will ich gehen.

© Copyright 2020 by Abraxandria

Letzte Woche war Vollmond zu Halloween. Der Mond, bzw. La Luna, schien hell in mein Fenster. Ich war in dieser Nacht hellwach. Und bestaunte den Mond. Fasziniert. Da setzte ich mich hin und schrieb dieses Gedicht, mitten in der Nacht.
Ich liebe es, den Mond zu betrachten. Beim spazieren gehen bleibe ich immer wieder bewundernd stehen. Es ist einfach eine besondere Atmosphäre bei Vollmond. Vor allem wenn die Wolken über ihn hinwegziehen. Wenn sich der Mond auf dem Wasser spiegelt oder er zwischen den Ästen hervorlugt…
Ich bekomme dann Lust einen Film zu drehen oder eine Geschichte zu spinnen.
Ja, ich glaube mittlerweise, ich bin mondsüchtig. *lach*
Viele Sprachen haben einen weiblichen Mond (französisch, spanisch…). Und es gibt die Mondgöttin.
Ich finde es auch viel passender, den Mond weiblich zu betrachten. Der Mond steht doch für Gefühle, für Sensibilität. Während die Sonne für Kraft steht. Sogesehen sind das eine typisch weibliche und das andere typisch männliche Anteile.

Zusammengewachsen

Zusammengewachsen

Zusammengewachsen,
ganz unbemerkt.
Wie war es geschehn?
Ab jetzt unzertrennbar
und doch
muss ich gehn.
Ich muss.
Oh weh.

Zusammengewachsen.
Ein großer Schmerz.
Ich halte mich fest,
klammere mich mit aller Kraft gegen den Sog,
vergebens.

Blind schlage ich um mich,
schwenke im Wahn mein Schwert.
Diese Ketten,
sie zerschellen nicht,
sie wachsen an mir fest.
Und noch einmal mehr
zusammengewachsen.
Ein Fluch dies wird.

Zusammengewachsen.
Ich schreie schräg und schrill
und doch kommt kein Ton über meine Lippen.
Ich will nicht gehn.
Ich meißel meine Füsse in Zement,
ich bleibe, was auch kommt.

Die Realität erschlägt die Traumwelt mit einem Wimpernschlag.
Ein Bruchteil einer Sekunde
und ich breche mit ihr
zusammen.

Zusammengewachsen.
Zusammengebrochen.
Der Strom ist unaufhaltsam.
Er zerrt an mir und meinen Ketten
und nimmt sie einfach mit.
Die Realität interessiert sich nicht für Gefühle.

© 2020 by Abraxandria

Zwischenzustand

Zwischenzustand

Noch mit dem einen Fuss hier,
mit dem anderen schon fort.
Ich bin weder hier noch dort.
Ich steh nicht fest
und schweb doch nicht.
Es dreht sich alles rund um mich.

Lasse los,
raunt es mir zu.
Aber wohin ich geh,
ich seh nur schwarz,
ein Nebelmeer,
wohin denn nur?

Die Vergangenheit, sie ist jetzt hier,
die Zukunft auch gesellt sich zu mir.
Die Gegenwart – ich suche sie.

Was ist das für ein Treiben hier?
So eigenartig merkwürdig hier.

Mit Achtsamkeit sollst du deine Schritte tun…

Zwischenzustand.
Ich spür dich nun.
Die schnürst mir meine Kehle zu.
Ich bin im Gestern wie im Morgen
und das Heute macht mir Sorgen.
Ein Schritt nach vorn, ein Schritt zurück.
Loslassen – das kann ich nicht.

Nun ruhig Blut.
So geh ich Schritt für Schritt.
Irgendwann kommt auch die Vergangenheit nicht mehr mit.
Dann ist die Zukunft greifbar da.
Zwischenzustand.
Du bist gemein,
doch bist Du gar nicht lange mein.

© 2020 by Abraxandria