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Kategorie: hex hex

Beltane / Bealtaine

Beltane / Bealtaine

Beltane gehört zu den vier irischen, keltischen Jahreskreisfesten. Beltane und Samhain sind die beiden größten Feste, da sie jeweils Beginn und Ende einer Jahreszeit markieren. Die Kelten teilten das Jahr in nur zwei Jahreszeiten auf, in Sommer und Winter. Beltane ist das Fest zum Sommerbeginn, Samhain das zum Winterbeginn.

Beltane feiert den beginnenden Wachstum in der Natur, das Aufblühen von Kräutern und Blumen sowie der Blätter und Blüten an den Bäumen. Die reichliche Grünfärbung überall in der Natur und nicht zuletzt die Zeit der neugeborenen Jungtiere sind wesentliche Merkmale des Frühlings. Im Mai zeigt sich die Natur nach der langen Winterpause endlich wieder in ihrer Fülle.

Für mich ist dies die schönste Zeit im Jahr, wenn alles wieder zu grünen und wachsen beginnt. Alles ist so lebensfroh und lebendig um einen herum, alles strotzt vor Energie. Die Sonne gewinnt wieder an Kraft und wärmt schon merklich. Es ist wieder lange hell. Die milderen Tage laden nun dazu ein, das Leben wieder nach draussen zu verlagern.

Die Kelten feierten Beltane als Feuerfest. Große Feuer wurden errichtet, mit deren Glut jeder Herd eines jeden Hofes angezündet wurde. Das Vieh der Bauern wurde zwischen zwei Feuern durchgetrieben, um seine Gesundheit zu sichern. Verliebte sprangen über kleinere Feuer um sich Treue zu schwören.

Um den richtigen Zeitpunkt für das Beltane Fest zu finden, richteten sich die Kelten nach dem Mond und nach der Blütezeit des Weißdorns. Heutzutage wird Beltane allerdings an einem festgelegten Datum, nämlich am ersten Mai, gefeiert. Das Fest beginnt bereits mit dem Sonnenuntergang am Vortag, den 30. April. Wenn wir bei uns in den Mai tanzen oder mal schnell zum Blocksberg fliegen, oder auch der Zeremonie um den Maibaum folgen, dann ist die Zeit, in der Kelten und auch heute noch Iren und andere ihr Beltane Feuer anzünden.

Ich wünsche allen einen besonders grünen und wundervollen Mai und ein schönes Beltane Fest! Blessed be!

Von Hasen, Eiern und Göttinnen

Von Hasen, Eiern und Göttinnen

Ostara (1901) by Johannes Gehrts. Created in 1884, judging by the signature. Published in 1901.

Ich möchte euch eine kleine Geschichte erzählen:

An einem sehr kalten Tag am Ende des Winters fand die Frühlingsgöttin Eostre einen kleinen Vogel, der so fürchterlich fror, dass er schon fast selbst zu Eis geworden war. Eostre hob den Vogel vorsichtig auf und wärmte ihn in ihren Händen, blies ihre warme Atemluft auf ihn, doch nichts half. Der Vogel schien dies extrem kalte Wetter nicht überleben zu können. Ergriffen vom Leid des Kleinen verwandelte sie ihn in einen Hasen. Und siehe da, der Hase erwachte zu neuem Leben. Putzmunter sprang er vergnügt um die Göttin herum, lief dann kreuz und quer über Wiesen und Täler, durch Wälder und Fluren und genoss seine neugewonnende Lebenskraft. Doch mit der Zeit ließ seine Freude nach. Der Hase begann sein Leben als Vogel zu vermissen. Schwer seufzend wandte er sich an die Göttin und klagte ihr sein Leid. Die Göttin des Frühling besaß ein großes Herz für all ihre Geschöpfte und hörte mitfühlend die Worte des traurigen Hasens. „Nun gut,“ sagte sie daraufhin, „etwas sollst du von deinem Leben als Vogel behalten dürfen. Ich werde dir die Fähigkeit Eier zu legen zurückgeben, jedoch nur für einen Tag im Jahr.“ Und so kam es, dass ein Hase zu Beginn des Frühlings Eier legte…

Diesen Text habe ich, weil ich die Geschichte so schön fand, frei übersetzt nach einer Vorlage aus dem Video-Blog zum Thema Ostara – How to Celebrate von Hearthwitch, Quelle: blogs.loc.gov. Ihre Geschichte zu Ostara hat mir so gut gefallen, dass ich sie für euch hier auf meinem Blog nacherzählen möchte.

Dies ist eine kleine Geschichte zu Ostern, die auf ihre ganz eigene Weise erklärt wieso der Osterhase Ostereier legt.
Jene Geschichte ist eine von vielen Abwandlungen der Geschichten um die germanische Frühlingsgöttin Ostara/Eostre, die einen Bezug der Göttin zu unserem heutigen Osterfest aufbaut.
Die Exitenz der Göttin Ostara ist jedoch äußerst umstritten und laut Wikipedia nicht nachweisbar.
Aber muss man denn Geschichten überhaupt beweisen können? Sind Geschichten nicht deshalb so schön, weil es eben Geschichten sind, in denen einfach alles möglich ist?

Frühlings-Äquinoktium

Frühlings-Äquinoktium

Heute, auf den Sonntag den 20. März fällt endlich der Frühlingsanfang. Denn heute an diesem Tag sind Tag und Nacht gleich lang. Dies nennt sich Äquinoktium, oder einfacher gesagt Tagundnachtgleiche.

Unsere Jahreszeiten richten sich nach dem Lauf der Sonne im Jahreskreis. So sind die beiden Äquinoktien im Jahr jeweils der Frühlings- und der Herbstanfang, die beiden Sonnenwenden jeweils der Sommer- und Winterbeginn.

Ab morgen werden nun die Tage länger als die Nächte, bis zur Sommersonnenwende sich das ganze dreht und die Tage wieder kürzer werden.

Für uns liegt nun eine wunderschöne Zeit vor uns. Der Frühling kommt nun mit den ersten Knospen und den ersten Frühblühern. Die Sonne gewinnt wieder an Kraft und steigt höher am Himmel hinauf. Die Tage werden wärmer und länger. Die Natur erwacht und mit ihr auch unsere Lebensgeister. Wir werden motivierter und setzen neue Pläne in die Tat um. Das Leben wird wieder quirlig und aus der Rückgezogenheit des Winters folgt nun wieder Aktivität und man verbringt wieder mehr Zeit draussen an der frischen Luft.

Ich glaube, der Frühling ist meine liebste Jahreszeit, auch wenn ich unter Heuschnupfen leide. Aber ich mag diese frische neue Energie, das Aufblühen überall, das helle Licht, das frische Grün und die Wärme, die noch nicht zu warm ist.

Vollmond in Jungfrau

Vollmond in Jungfrau

 

Karte Vollmond in Jungfrau aus dem Set Moonology – Das Mond-Orakel von Yasmin Boland, Integral-Verlag 2020.

Am Freitag, den 18. März um 08.17 Uhr ist Vollmond, Vollmond in Jungfrau. Um 12.24 Uhr zieht er dann schon weiter in die Waage, wo er bis Sonntag Nachmittag bleibt, um von dort weiter in den Skorpion zu gehen.

Bedeutung der Karte:
Der Vollmond in der Jungfrau ist günstig, um sich von Dingen zu trennen, die nicht mehr nützlich sind oder uns sogar schaden.
Zum anderen kann er für Selbstzweifel und Selbstkritik stehen.
Auf jeden Fall fordert er Ehrlichkeit, uns selbst und anderen gegenüber.

Vollmond im Löwen

Vollmond im Löwen


Karte Vollmond im Löwen aus dem Set Moonology – Das Mond-Orakel von Yasmin Boland, Integral-Verlag 2020.

Heute, am Mittwoch, den 16. Februar 2022 um 17.55 Uhr ist wieder Vollmond. Diesmal steht der Vollmond im Sternzeichen des Löwen.
Am selben Tag wandert er allerdings bereits um 21.41 Uhr weiter ins Tierkreiszeichen der Jungfrau. Dort bleibt er bis Samstag früh um 04.48 Uhr, um dann weiter zur Waage zu ziehen.

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Ogham Steine

Ogham Steine

Die Ogham Schrift auf Glasnuggets gemalt.

Die Ogham Schrift, das sind alte keltische Schriftzeichen, ähnlich den nordischen Runen. Man fand sie vor allem in Groß Britannien, Irland und Nordfrankreich auf großen Steinen. Diese Steine dienten zumeist als Grenzsteine und benannten den Besitzer des jeweiligen Landabschnitts.

Das spannende an dieser Schrift ist ihre Zuordnung zu Bäumen und einigen Büschen. Es gibt insgesamt 25 Zeichen, die Bäumen und Sträuchern bestimmte Bedeutungen zuschreiben.
Die Schriftzeichen sind sehr einfach gehalten. Sie sollten ja vor allem in Steine geritzt werden. Daher bestehen sie lediglich aus Strichen. Eine senkrechte Linie kennzeichnet die sogenannte „Seite“. Davon gehen jeweils Linien ab, nach rechts oder links, von links nach rechts über die Mitte hinweg oder quer verlaufend.
Die letzten 5 Schriftzeichen unterscheiden sich hier in ihrer Komplexität. Diese gehören nicht zum ursprünglichen Ogham dazu und wurden erst später hinzugefügt.

So ist der erste Buchstabe in diesem Alphabet das B und heißt Beithe, welches der Birke zugeordnet wird. Das B für Birke ist ein kleiner Strich nach rechts. Das war’s.

Da ich mich für die Kelten interessiere und Bäume sehr liebe, spricht mich diese alte Schrift besonders an.
Ich habe die Schriftzeichen auf Glasnuggets mit Edding gemalt, um so auf einfache Art mein eigenes Ogham Set zu erstellen. Die Farbe Grün habe ich gewählt, um die Steine mit Blättern von den Bäumen zu assoziieren.

Imbolc – das erste Frühlingsfest

Imbolc – das erste Frühlingsfest

Imbolc ist ein altes keltisches Fest, das am 1. und 2. Februar stattfindet. Es ist das erste von acht keltischen Festen im Jahr, den Jahreskreisfesten.

Imbolc markiert die Mitte des Winters. Es ist zugleich der Höhepunkt des Winters. Von nun an geht es merklich in Richtung Frühling. Die Tage werden nun bereits spürbar länger, die Sonne gewinnt ganz langsam wieder an Kraft. Ihr Licht wird endlich heller.

Imbolc bedeutet übersetzt „im Bauch der Mutter“. Damit sind die Schafe gemeint, die nun bald ihre Jungen bekommen. Und so zeigt sich allmählich wieder Lebendigkeit in der Zurückgezogenheit der Natur des Winters.

Imbolc ist die Zeit des Neubeginns. Schon bald treiben die ersten neuen Knospen aus. Die Haselnuss und die Weiden schmücken sich dann mit flauschigen Kätzchen. Schneeglöckchen, Krokusse und andere Frühjahrsboten strecken demnächst ihre zarten Köpfchen aus der Erde und durchbrechen so manche Schneedecke. Jetzt ist die Zeit gekommen um genau hinzuschauen und sich dem Zauber des Neubeginns hinzugeben.

Das Fest ist der keltischen und vor allem irischen Göttin Brighid gewidmet, der Göttin des Feuers, des Lichts und der Gewässer.

Wenn man jetzt achtsam ist, dann kann man den Frühling bereits erspüren… Ich finde man merkt bereits deutlich den Unterschied in den Lichtverhältnissen. Die Luft ist klarer und heller. Und die Stürme haben etwas wohltuend reinigendes und lebendiges, als würden sie den Winter versuchen wegzupusten.

Ich wünsche allen ein schönes Imbolc!