Heissa Walpurgisnacht!

Heissa Walpurgisnacht!

Heissa Walpurgisnacht!

Man sieht sie nicht und hört sie doch.
Ein grelles Rauschen fährt durch die Nacht.
Flink und schnell
Die Besen sich wenden,
Gleich eines Flügels Schlag.

Schon saust es über meinem Kopf,
Ein kolossaler Vogelschwarm,
Oder gar nur eine schwarze Wolke?

Zu rasch zieht der Moment dahin,
Zu rasch für eine nähere Betrachtung.
Nur diese unheimliche Stille bleibt zurück,
Die mir versichert,
hier stimmt etwas nicht.

Ein Gackern plötzlich aus dem Nichts
Gleich Tausend trunkener Gänse.
Ein schrilles Lachen
das die Haut gefriert

Schallt über Wald und Wiesen.

Schwefelgeruch durchtränkt die Luft
Doch zu sehen
ist rein gar nichts.

Welch Trugbild spinnt sich mein Verstand beisammen?
Nebel, Donner, Blitze
Streifen mich wie im Rausche.
Bald glaube ich spitze Stiefel frei schwebend in der Luft zu sehen
An geringelten Strümpfen.

Klatsch,
Da traf mich doch ein Ast
Mitten auf die Stirn,
Oder war es gar ein ganzes Bündel Äste,
Nein, Zweige waren es.

Ein Birkenblatt schwebt sanft zu mir herab,
Als ich es deutlich vernehme,
Wahrhaftig,
Ein Gesang.

Heissa
Heissa Walpurgis!
Heissa Heissa
Walpurgisnacht ist da!

Und ich sage es nun laut,
Was ich schon immer geahnt,

Hexen
Gibt
Es
Doch!

© 2022 by Abraxandria

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