Rezension: Krafttier Orakelkarten von Eva Katharina Junge

Rezension: Krafttier Orakelkarten von Eva Katharina Junge

Eva Katharina Junge
Krafttier Orakelkarten:
Schamanische Botschaften für
persönliche Lebensfragen

Verlag: Windpferd Verlagsgesellschaft mbH
Karten und Buch
Erschienen: 1. Auflage (18. März 2021)
Seiten: 136
Größe: 10.3 x 4.3 x 13.5 cm
ISBN: 978-3864103087
Preis: 19,95 Euro

Meine Meinung:

Der Druck dieser Karten ist in Hochglanz, was ich ungewöhnlich für Orakelkarten finde. Die Abbildungen sind klar und scharf in gelungener Fotoqualität. 
Die Dicke der Karten ist ziemlich dünn, was schade ist. Das macht sie zum einen weniger stabil, zum anderen kann man sie nicht besonders gut mischen.
Die Größe der Karten ist hingegen genau richtig. Die Karten sind nur ein wenig kleiner als der Karton in dem sie stecken mit den Maßen 10.3 x 4.3 x 13.5 cm.

Auf der Rückseite der Karten ist ein Muster abgebildet, genauer gesagt ein weißer Stempel einer Blumenranke auf grün-rotem Hintergrund. Dieser Hintergrund ist ein unscharfes Foto auf dem man Gräser und Blüten erahnen kann.
Die Vorderseite ist eine Zusammensetzung aus mehreren Fotomotiven. Im Vordergrund ist das jeweilige Krafttier zu sehen, im Hintergrund meist Ausschnitte von Landschaftsfotos.
Auf jedem Bild steht eine Kurzfassung der Kartenbedeutung und eine Aufzählung der symbolischen Eigenschaften des Tieres.

Die Optik der Karten ist bunt. Sie erinnert an selbst gestaltete Fotoalben oder auch an Tagebücher. Was den Karten fehlt, ist etwas Besinnlichkeit. Sie wirken sehr poppig, aufgepeppt und quirlig. Sie überfordern damit teilweise ihren Betrachter.
Ein Set, dass für junge Leute bestimmt angebracht ist, da es so gar nicht altbacken wirkt. Für mich, als Inhaber so einiger Karten-Sets, von Orakel- als auch Tarotkarten, ist mir das zu aufgesetzt und überdimensioniert.

Zu den 56 Krafttieren auf den Karten zählen mitunter: Adler, Antilope, Bär, Berglöwe, Biber, Biene, Bison, Büffel, Chamäleon, Delphin, Eichhörnchen, Eisbär, Eisvogel, Elch, Elefant, Ente, Esel, Eule, Falke, Feuersalamander, Flamingo, Frosch, Fuchs, Giraffe…
Auffällig an dieser Aufzählung ist, dass es sich leider nicht nur um einheimische Tiere handelt. Das finde ich sehr schade, da ich mich mit den einheimischen Tieren viel verbundener fühle, als mit exotischen.

Das Begleitbuch zu den Karten hat die gleiche Größe wie die Kartonverpackung. Es ist auf umweltfreundlichem Papier gedruckt. Jedes der 56 Tiere hat im Buch eine Doppelseite zum Nachlesen seiner Bedeutung.

Die Karten lassen sich vor allem als Tageskarten benutzen oder als Orientierungshilfe bei einer spezifischen Frage.
Für die Orakelkarten braucht man keinerlei Übung oder Wissen mitzubringen. Jeder kann sie anwenden. Dank der Texte zu jedem Krafttier im Begleitbuch ist es nicht von Bedeutung, die Karten selbst zu interpretieren, auch wenn dies immer noch die beste Methode zur Interpretation ist, weil dort die eigene Intuition zu Wort kommt.

Fazit: Bunte, knallige Krafttier-Karten mit Tieren aus aller Welt.

3 von 5 Sterne

12 Gedanken zu „Rezension: Krafttier Orakelkarten von Eva Katharina Junge

  1. Moin, liebe Abraxandria,

    danke für diese ausführliche Rezension eines Karten-Decks, welches mich sofort beim ersten Blick an einen Jahrmarkt erinnert hat. Also ich habe noch nie solche „lauten“ Karten gesehen. Sie gefallen mir überhaupt nicht!

    Alles Liebe von
    Maksi

  2. Maksi:
    Ja, nicht wahr! Die Bilder sind völlig überlaufen. Sie überfordern den Betrachter. Scheußlich bunt alles.
    Ich mag sie auch nicht.
    Ich warnte ja bereits davor, dass es auch nicht so gute Decks gibt und man beim Kauf vorsichtig sein sollte.
    Dies ist ein negatives Beispiel für ein Deck.

  3. Ich kenne mich mit Orakelkarten überhaupt nicht aus – aber diese Bilder würden mich auch nicht ansprechen. Ich finde sie auch zu überladen, und die Bilder machen mich überhaupt nicht neugierig. Das könnte für mich auch irgendein Kartenspiel sein. Bei Orakel denke ich an etwas mystisches, geheimnisvolles …

    Lieber Gruß von Heidi-Trollspecht

  4. @Heidi:
    Ich bin da ganz deiner Meinung.
    Ich hätte mir lieber sanft gezeichnete Bilder gewünscht, in Erdtönen.
    Das zeigt wie wichtig es ist, vor dem Kauf von Karten nicht nur Rezensionen dazu zu lesen, sondern auch die Karten vorher mal gesehen zu haben.
    Lieben Gruß!

  5. Oh nein da stimme ich Euch allen zu, die sind mir echt zu knallig und schrill. Die Tiere werden in einen Rahmen gesetzt der ja nun überhaupt nicht zu ihnen passt.
    Ja jetzt weiß ich was Du mit, gut aufpassen manche Karten sind wirklich nicht schön meinst.
    Dabei würden mir die Tiere wirklich gut gefallen,
    liebe Grüße
    Kirsi
    und noch eine Frage: Wo ist der Unterschied zu Orakel- und Tarotkarten?

  6. @Kirsi:
    Ja, von diesen Karten kann ich auch nur abraten!
    Die Tiere selbst findet man bestimmt auch in anderen Sets.

    Zu deiner Frage nach dem Unterschied zwischen Orakel- und Tarotkarten:
    Kurz gesagt, Tarot folgt einem ganz genauem System, welches immer dassselbe ist, egal welches Set man hat. Nur die Bilder auf den Karten ändern sich, nicht aber die grundsätzlichen Bedeutungen der Karten.
    Orakelkarten kann quasi jeder selbst herstellen. Die Aussagen der Karten denkt sich der Autor selbst aus. Jedes Orakel-Set hat sein eigenes Thema.

    Das erste offizielle Ur-Tarot ist das Raider Waite Smith.
    Alle anderen Tarotkarten richten sich nach diesen Raider Waite Smith Karten.
    Die Bilder sind bei jedem Tarot verschieden, orientieren sich dennoch alle an dem Original, teilweise in erstaunlichen Abweichungen und sehr frei interpretiert.
    Wenn man das Raider Waite Smith Tarot kennt, kann man quasi alle anderen Tarotkarten mit diesem Wissen interpretieren.

    Die Zahl der Karten ist bei Orakel-Karten beliebig wählbar. Meistens sind es so um die 40 Karten.
    Beim Tarot sind es immer 78 Karten!

    Das Tarot unterteilt diese 78 Karten in zwei Gruppen:
    22 große Arkana: Archetypen (Narr, Magier, Herrscher, Gerechtigkeit, Eremit, Mond, Sonne, Kraft…)
    56 kleine Arkana: Spielkarten

    Das System der kleinen Arkana folgt den normalen Spielkarten.
    Statt Pik, Herz, Caro und Kreuz gibt es im Tarot: Schwerter, Kelche, Münzen und Stäbe.
    Es gibt 4 x 10 Zahlenkarten: Ass bis 10.
    Und 4 x 4 Hofkarten: Page, Ritter, König, Königin.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Tarot

    Soweit noch alles verständlich? Kannst du mir folgen?
    Hast du noch Fragen?

    Ich habe ein wundervolles Tier-Tarot, allerdings auf englisch. Das werde ich demnächst hier auch noch mal zeigen… Dann kannst du mal einen Blick darauf werfen und die Unterschiede zu Orakelkarten erkennen.

    Lieben Gruß! :O

  7. Ach Du Liebe, vielen vielen Dank für die ausführliche Erklärug. Tarot ist dann das was ich auch Filmen (besonders mit weisen Frauen, Hellsehern etc.) kenne wenn sich Leute die Karten legen lassen.
    Bei meiner Vorliebe für die gruseligen Filme ist das oft immer der Tod (oder so ähnlich).
    Liebe Grüße
    Kirsi

  8. @Kirsi:
    Ja, genau! Das sind die Karten, die sie gerne in Filmen verwenden. Meistens sogar das original Set von Raider Waite Smith, manchmal auch das von Crowley.
    Dann suchen sie immer die gruseligsten Karten zusammen, lach, Der Tod, Der Gehängte, Das Rad des Schicksals…

    Hast Du noch Fragen zum Tarot oder sonstigen Karten?

  9. Nicht unbedingt zu den Karten (das muss ich alles mal für mich sortieren) sondern zu Dir: Legst Du denn auch diese Karten für Dich oder andere?
    Du brauchst auch nicht drauf antworten, wenn das zu persönlich ist.
    Ach diese Neugier … ;-)

  10. @Kirsi:
    :grin: Da muss ich jetzt doch grinsen über Deine Neugier, lach.
    Ja und Ja. 8) Hihi.
    Klar lege ich mir die Karten, sonst würde es doch keinen Sinn machen, so viele Kartensets zu kaufen. :D
    Und ab und zu auch mal für andere…
    Ich mach das ganze schon ne lange Weile…

  11. Danke für Deine Worte und das ich Dich nicht verschrecke mit den Fragen.
    Spannend aber ich weiß nicht ob ich nicht doch ein wenig ängstlich wäre. Liegt vielleicht auch an den Filmen wo einem schlimmes erzählt wird.
    Und ja wenn Du das nicht nutzen würdest wären die Karten ja wirklich überflüssig

  12. @Kirsi:
    Nein, keine Sorge, Du verschreckst mich wirklich nicht! ;)

    Angst braucht man vor Karten nicht zu haben!
    Denn so wie in Filmen ist das in echt nun so gar nicht.
    Man sagt mit den Karten auch weniger die Zukunft voraus. Sondern schaut eher auf Aspekte von einem selbst, die einem nicht direkt bewusst sind.
    Also, Kartenlegen ist dann eher wie Psychotherapie. ;)

    Bei den Tageskarten bietet es sich zum Beispiel an, zu fragen: worauf sollte ich heute den Focus legen?

    Es geht immer um die Arbeit an einem selbst.
    Die Karten zeigen Dir nur, was Dein Unterbewusstsein verbirgt. Im Grunde weisst Du also die Antworten selbst und suchst Dir daher auch die jeweils passenden Karten aus.
    Das ist keineswegs Hokus Pokus.
    Das ist lediglich Arbeit mit verdrängten Anteilen in uns.

    Auch beim Interpretieren der Karten, ist es Deine eigene Interpretation, die Dir Deine Antworten gibt.
    Im Begleitbuch stehen lediglich Denkanstöße. Mit denen kann man herumspielen und sie weiterentwickeln. Oder man läßt einfach nur die Bilder auf sich wirken und versucht allein die Bilder zu interpretieren.

    Keine Kunst steckt dahinter, nur die Bereitschaft, offen zu sich selbst zu sein. ;)

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