Begegnung mit einem Fuchs

Begegnung mit einem Fuchs

Als großer Naturliebhaber halte ich mich am liebsten im Wald oder am Meer auf. Dort wo es nicht zu überlaufen ist, drehe ich meine Runden. Manchmal bedeutet das auch, die späten Abendstunden zu nutzen, wenn die Menschenmassen sich lichten und man fast allein unterwegs ist.

Im Wald trifft man zu dieser Tageszeit, wenn die Sonne bald untergehen wird, auf so manches Wildtier. Ich hatte da schon einige faszinierende Begegnungen. Ich werde damit beginnen, sie hier in meinem Blog einmal aufzuschreiben, wenn sie sich ereignen.
Heute traf ich einen Fuchs. Mal wieder. Ich treffe oft auf Füchse. Noch nie aber war ich diesem Tier so nah wie heute.

Es war schon etwas später, die Sonne stand tief in ihrem leuchtenden Gold und färbte den Wald mit orange-gold-kupferfarbenen Schimmer. Ein wunderschöner Moment, der nur wenige Minuten dauerte, bevor die Sonne unterging. Der Zeitpunkt, wo auch die nachtaktiven Waldtiere munter werden und kreuz und quer durch das Gehölz streifen.

Da saß er nun, direkt vor uns im Gebüsch neben dem Weg und wartete uns ab. Wir blieben stehen, trauten erst unseren Augen nicht. Wir hielten Blickkontakt mit einem Fuchs. Faszinierende Momente!
Dann erhob sich der Fuchs, trat aus dem Gebüsch, schlich langsam auf den Weg, drehte dort und kam auf uns zu. Blickkontakt haltend.
Wir trauten unserem Verstand nicht mehr. Was geschah hier gerade?
Verwirrt sprachen wir den Fuchs an, welcher seine Schritte nun verlangsamte. Ich ermahnte ihn, dass so enger Kontakt zu Menschen nicht gut für ihn sei und schickte ihn weg. Daraufhin drehte der Fuchs, bog wieder vom Weg ab und verschwand gemächlich ohne Eile im Unterholz. Die nächsten Schritte gingen wir parallel nebeneinander her. Bis der Weg, dem wir folgten, andere Richtung einschlug.

Tierkommunikation! Sie funktioniert! Ich glaube da schon länger dran.

Mir ist bewußt, was für ein besonderer Augenblick diese Wildtierbegegnung war und dass andere Menschen viel Aufwand betreiben, um in Kontakt zu Füchsen zu treten. Uns begegnen sie häufig und meistens reden wir mit ihnen.
Ich glaube, dass es eine Gabe ist. Ich bin sehr glücklich über solch kleine aber so bedeutsame Momente, in denen ich die Verbundenheit zur Natur erlebe. Erstaunlich ist dabei nur, dass ich mich selbst als durchschnittlich naturentfremdeter Mensch betrachte (dank unserer Lebensweise, unserem Fortschritt, der Industrie…).

Aber die Verbundenheit zur Natur gehört wohl noch immer zu uns Menschen, egal wie entfremdet wir leben. Wir sind Teil der Natur, nur vergessen wir das leider die meiste Zeit. Was leider katastrophale Folge für unsere Umwelt hat…

8 Gedanken zu „Begegnung mit einem Fuchs

  1. Oh wie schön, einen Fuchs anzutreffen Ich habe nur mal einen aus einer Straßenbahn gesichtet, aber nie einen aus der Nähe gesehen.

    Ich finde es immer toll, Tieren zu begegnen, zu beobachten und mit ihnen zu kommunizieren.

  2. Bei euch gibt es bestimmt auch Füchse. Wenn Du ein bißchen aus der Stadt rausfährst… Füchse wohnen dichter an Zentren als man meint. Schließlich gibt es da lecker Mülltonnen zu durchforsten…
    Ich wünschte dir, dass Du auch bald mal einen Fuchs aus der Nähe siehst auf einem Deiner Spaziergänge! ;)

  3. Wie schön, das war sicher ein besonderer Moment für dich! Klingt jedenfalls so schön… Ich komme ursprünglich vom Dorf, daher habe ich auch schon den ein oder anderen Fuchs und alles mögliche andere im Wald gesehen. Allerdings sind sie immer eher scheu gewesen, was nichts daran ändert, dass es immer wieder wunderbar war/ ist, ein Tier beobachten zu können.

  4. Oh ja, es sind ganz wunderbare Momente, wenn man Wildtieren begegnet! ;)
    Heute habe ich drei Rehe sichten können… Ich freue mich immer sehr darüber. Der Wald ist schon was besonderes. :love:
    Du kommst vom Dorf! Das finde ich schön! Mir ist die Verbundenheit zur Natur so wichtig. Und je weiter man draussen von der Stadt ist, desto besser geht das.

  5. Ursprünglich, ich lebe schon lange nicht mehr da und will zumindest in dieses Dorf auch nicht zurück. Trotzdem ist es der schönste Ort für eine Kindheit und auch als Jugendliche hab ich nichts vermisst. Natürlich habe ich keinen Vergleich :D
    Aber die Natur ist das, was einem in der Stadt am meisten fehlt, selbst wenn man es im Alltag vielleicht nicht bemerkt. Sobald ich meine Eltern besuche weiß ich es wieder…

  6. Hi
    Auch ich bin mal einem Fuchs begegnet. Allerdings standen wir beide uns gegenüber und starrten uns an…irgendwie rührte sich sekundenlang weder er noch ich und dann drehte er seinen Kopf zur Seite und ging seines Weges.

    LG
    Sandra

  7. @Aniday:
    Kann ich verstehen dass man nicht zurück will. Auch wenn man die Natur vermisst.
    Ich versuche, es in meinen Alltag zu integrieren, was aber gar nicht so leicht ist. Am Wochenende sind dann lange Spaziergänge geplant. Und ansonsten muss man gucken, was in der Woche so geht.
    Ich liebe die Natur und meine Sehnsucht nach Pflanzen und Bäumen wird mit dem Älterwerden immer größer.

  8. @Sandra:
    Das kann ich mir so richtig gut vorstellen. Denn ein wenig ähnlich war es ja auch bei uns. Zu nah wollte ich den Fuchs aber nicht an mich heranlassen. Es ist immer noch ein Wildtier und ein Raubtier. Respektvolles Gegenübertreten also.

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