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Kategorie: Meine Gedichte

Zusammengewachsen

Zusammengewachsen

Zusammengewachsen,
ganz unbemerkt.
Wie war es geschehn?
Ab jetzt unzertrennbar
und doch
muss ich gehn.
Ich muss.
Oh weh.

Zusammengewachsen.
Ein großer Schmerz.
Ich halte mich fest,
klammere mich mit aller Kraft gegen den Sog,
vergebens.

Blind schlage ich um mich,
schwenke im Wahn mein Schwert.
Diese Ketten,
sie zerschellen nicht,
sie wachsen an mir fest.
Und noch einmal mehr
zusammengewachsen.
Ein Fluch dies wird.

Zusammengewachsen.
Ich schreie schräg und schrill
und doch kommt kein Ton über meine Lippen.
Ich will nicht gehn.
Ich meißel meine Füsse in Zement,
ich bleibe, was auch kommt.

Die Realität erschlägt die Traumwelt mit einem Wimpernschlag.
Ein Bruchteil einer Sekunde
und ich breche mit ihr
zusammen.

Zusammengewachsen.
Zusammengebrochen.
Der Strom ist unaufhaltsam.
Er zerrt an mir und meinen Ketten
und nimmt sie einfach mit.
Die Realität interessiert sich nicht für Gefühle.

© 2020 by Abraxandria

Zwischenzustand

Zwischenzustand

Noch mit dem einen Fuss hier,
mit dem anderen schon fort.
Ich bin weder hier noch dort.
Ich steh nicht fest
und schweb doch nicht.
Es dreht sich alles rund um mich.

Lasse los,
raunt es mir zu.
Aber wohin ich geh,
ich seh nur schwarz,
ein Nebelmeer,
wohin denn nur?

Die Vergangenheit, sie ist jetzt hier,
die Zukunft auch gesellt sich zu mir.
Die Gegenwart – ich suche sie.

Was ist das für ein Treiben hier?
So eigenartig merkwürdig hier.

Mit Achtsamkeit sollst du deine Schritte tun…

Zwischenzustand.
Ich spür dich nun.
Die schnürst mir meine Kehle zu.
Ich bin im Gestern wie im Morgen
und das Heute macht mir Sorgen.
Ein Schritt nach vorn, ein Schritt zurück.
Loslassen – das kann ich nicht.

Nun ruhig Blut.
So geh ich Schritt für Schritt.
Irgendwann kommt auch die Vergangenheit nicht mehr mit.
Dann ist die Zukunft greifbar da.
Zwischenzustand.
Du bist gemein,
doch bist Du gar nicht lange mein.

© 2020 by Abraxandria

Der eigene Weg

Der eigene Weg

Das Kind weint
und stolpert unbeholfen weiter.
Es weiß nicht,
warum die anderen so sind,
es weiß nur,
dass es weh tut,
wie sie sind.

Es mag sich am liebsten verstecken,
doch auch dort kann es nicht lange bleiben.
So wartet das Kind,
dass jemand vorbei kommt
und es an die Hand nimmt.
Und doch, es ahnt,
es wird gar niemand kommen.
Es muß wohl seinen Weg selber suchen.

Und das ist die Herausforderung,
der sich das Kind stellen muss,
seinen eigenen Weg zu gehen,
egal, was die anderen meinen,
und koste es auch noch so viele Tränen.
Der eigene Weg ist sein Leben.

© copyright 2014 by abraxandria

Dies ist ein kleines Gedicht von mir, wo ich viel Herzblut reingesteckt habe. Ich wollte hier nicht alles schön malen und trotzdem Mut schenken. Auf die Schwächen schauen und einen konstruktiven Gedanken aufbauen. Manchmal gibt es Situationen, in denen man einfach nicht weiter weiß… Doch eigentlich liegt die Antwort nie ganz weit weg.

Mut

Mut

Horche in dich hinein
und du fühlst
die Kraft in dir aufsteigen
und den Mut wachsen,
du selbst zu sein.

Nun sei,
es gibt nichts weiter zu tun.

© copyright 2014 by abraxandria

Ich habe mir vorgenommen, wieder Gedichte zu schreiben. Also habe ich mich mal hingesetzt und mich an einigen kleinen Stücken versucht.
Es tut gut, um wieder klar zu werden. Man kann damit Sachen leichter verarbeiten.
Ihr werdet also in Zukunft ab und zu mal was von mir zu lesen bekommen.

Elfchen-Stöckchen

Elfchen-Stöckchen

Die liebe Anj hat ein Stöckchen gebastelt, dass ich gleich mal ausprobieren werde.
Die Aufgabe: Schreibe ein Gedicht, dass aus 11 Wörtern besteht.

Nun, der große Dichter bin ich nun ja nicht, aber auf ein kleines Spielchen habe ich mal Lust.
Also, fix die Feder in die Hand und los.

Die Regeln:

1. Zeile nenne eine Farbe (1 Wort)
2. Zeile nenne eine Sache, die diese Farbe hat (2 Wörter)
3. Zeile sage, was diese Sache tut, oder wo sie sich befindet (3 Wörter)
4. Zeile beginne diese Zeile mit dem Wort „ich“ (4 Wörter)
5. Zeile schreibe irgendein Wort (1 Wort)

Und hier sind meine Gedichte:

Gedicht 1: „Türkis“

Türkis
Des Meeres
Schaum schlagende Wellen
Ich atme tief ein
Loslassen.

Gedicht 2: „Rosa“

Rosa
Rosenblüten duften
Im fernen geheimen Garten

Ich lausche dem Gesummse
Wärme.

Gedicht 3: „Weiß“

Weiß
Verschlafene Häuser
Blinzeln aufs Meer
Ich, Du, die Möwen
Fernweh.