Beiträge in der Rubrik: Meine Gedichte

Der eigene Weg

Das Kind weint
und stolpert unbeholfen weiter.
Es weiß nicht,
warum die anderen so sind,
es weiß nur,
dass es weh tut,
wie sie sind.

Es mag sich am liebsten verstecken,
doch auch dort kann es nicht lange bleiben.
So wartet das Kind,
dass jemand vorbei kommt
und es an die Hand nimmt.
Und doch, es ahnt,
es wird gar niemand kommen.
Es muß wohl seinen Weg selber suchen.

Und das ist die Herausforderung,
der sich das Kind stellen muss,
seinen eigenen Weg zu gehen,
egal, was die anderen meinen,
und koste es auch noch so viele Tränen.
Der eigene Weg ist sein Leben.

© copyright 2014 by abraxandria

Dies ist ein kleines Gedicht von mir, wo ich viel Herzblut reingesteckt habe. Ich wollte hier nicht alles schön malen und trotzdem Mut schenken. Auf die Schwächen schauen und einen konstruktiven Gedanken aufbauen. Manchmal gibt es Situationen, in denen man einfach nicht weiter weiß… Doch eigentlich liegt die Antwort nie ganz weit weg.

Mut

Horche in dich hinein
und du fühlst
die Kraft in dir aufsteigen
und den Mut wachsen,
du selbst zu sein.

Nun sei,
es gibt nichts weiter zu tun.

© copyright 2014 by abraxandria

Ich habe mir vorgenommen, wieder Gedichte zu schreiben. Also habe ich mich mal hingesetzt und mich an einigen kleinen Stücken versucht.
Es tut gut, um wieder klar zu werden. Man kann damit Sachen leichter verarbeiten.
Ihr werdet also in Zukunft ab und zu mal was von mir zu lesen bekommen.

Gedankenwelt

Ich streiche Dir den Himmel blau

und lasse meine Sehnsucht

mit den Schmetterlingen

über das Grün der Wiese

streifen.

Schillernd.

© copyright 2012 by abraxandria

Elfchen-Stöckchen

Die liebe Anj hat ein Stöckchen gebastelt, dass ich gleich mal ausprobieren werde.
Die Aufgabe: Schreibe ein Gedicht, dass aus 11 Wörtern besteht.

Nun, der große Dichter bin ich nun ja nicht, aber auf ein kleines Spielchen habe ich mal Lust.
Also, fix die Feder in die Hand und los.

Die Regeln:

1. Zeile nenne eine Farbe (1 Wort)
2. Zeile nenne eine Sache, die diese Farbe hat (2 Wörter)
3. Zeile sage, was diese Sache tut, oder wo sie sich befindet (3 Wörter)
4. Zeile beginne diese Zeile mit dem Wort „ich“ (4 Wörter)
5. Zeile schreibe irgendein Wort (1 Wort)

Und hier sind meine Gedichte:

Gedicht 1: „Türkis“

Türkis
Des Meeres
Schaum schlagende Wellen
Ich atme tief ein
Loslassen.

Gedicht 2: „Rosa“

Rosa
Rosenblüten duften
Im fernen geheimen Garten

Ich lausche dem Gesummse
Wärme.

Gedicht 3: „Weiß“

Weiß
Verschlafene Häuser
Blinzeln aufs Meer
Ich, Du, die Möwen
Fernweh.

Vom verloren Geglaubten

Vom verloren Geglaubten

Und wahrlich,
manchmal ist der Zauber nur verborgen
und es benötigt einen Funken,
ihn zum leuchten zu bringen.

© copyright 2007 by abraxandria

Der Strandweg – Erinnerungen eines Sommers

copyright © 2007 by abraxandria

Der Weg zum Strand führt mitten durch die Dünen. Ich höre schon das Rauschen der Wellen. Die Sonne brennt sich in meine Haut. Der Sand ist heiß. Ich freue mich über die Holzbretter, auf denen ich die direkte Berührung meiner Füße mit den heißen Steinchen umgehe. Die Sträucher werfen hier noch etwas Schatten. Gleich ist das Meer in Sicht und ich bin schutzlos der Hitze ausgeliefert, bis mein Körper sich ins Wasser wirft…

(Erinnerungen eines Sommers)

Ambivalenz

Ambivalenz

Ich möcht mal dies,
dann wieder das.
Ich möchte alles
und doch nichts.

Ich weiß es einfach nicht.

Heute sag ich ja,
morgen wieder nein.

Kaum glaube ich, die Lösung in den Händen zu halten,
flutsch, da ist sie auch schon weg.

Ist nun jenes besser als jenes?

Gehe ich links, rechts oder geradeaus?
Oder gehe ich zurück?
Oder drum herum?
Oder im zick zack?

Was wäre wenn?

Wer die Wahl hat, hat die Qual.
Oder, wer die Qual hat, hat die Wahl?

Wie sagte schon Friedrich Holländer:
Ich weiß nicht, was ich möchte,
ich möcht nicht, was ich weiß
.