Beiträge in der Rubrik: Musikalische Fundstücke

Mari Boine in concert

Gestern war Mari Boine in Hamburg in der Fabrik.
Mein erstes Konzert von ihr und ich bin sehr beeindruckt. Was für eine starke Frau! Eine unglaubliche Power und das mit Jahrgang ’56.
Was ich an dem Konzert besonders geschätzt habe war ihre natürliche Art. Da gab es nicht diese kaltschnäuzige Rockerarroganz, die ich sonst so von Konzerten kenne. Sie sprach als große Schwester zu uns, unter Schwestern und Brüdern. Wir waren eine Gemeinschaft. Wir haben alle gemeinsam getanzt. Das war schön zu sehen, wie normal sie ist.
Und sie brachte ihre politischen Belange zum Ausdruck, sprach über die Samen und amerikanischen Ureinwohner, über Unterdrückung.
Musikalisch war es gemischt, die neue CD mit englisch-sprachigen Texten und eher etwas poppig aber mit Gehalt und ihre alten schamanischen Klassiker. Ihre Musiker genial, sie nahmen uns mit auf eine Reise und versetzten uns in Trance.

Es war ein ganz besonderer Abend. Dankeschön!

Tusind tak for den fint aften!
Mange takk for den vakre kveld!

ESC 2017: deutscher Vorentscheid

Am Donnerstag in der letzten Woche hat Deutschland seinen Titel für den diesjährigen ESC gewählt. Ich bin entsetzt.
Was war das bitte für eine TV-Katastrophe! Von vorne bis hinten war die Show nur grauenvoll, und der Siegertitel der Schrecken überhaupt.

Von den 5 Kandidaten konnte ich nur den lockeren jungen Mann aus Hamburg ernst nehmen, da er wirklich viel Talent besitzt und mir seine Art gefiel. Leider hat er seine Persönlichkeit für den Fernsehsender verkauft und einen Mist vorgetragen, der so gar nicht zu ihm passte.
Die Show kam mir eh von Anfang an manipuliert vor. Es war ganz klar, nach dem sich alle Kandidaten vorgestellt hatten, dass es die letzte blonde Dame sein wird, die sie durch die Sendung schleusen. Alle anderen armen Schweine nur zur reinen Unterhaltung, keine Chance. Und die Jury einfach nicht ernst zu nehmen mit ihrem fürchterlichen belanglosen Gelaber. Lena hat mich am meisten genervt mit ihrem geraden Rücken in Modelpose.

Bei diesem Vorentscheid tat man sich einen Gefallen, die Sendung aufzunehmen und fleißig vorzuspulen.
Der ganze Ablauf gefiel mir nicht. Die Coversongs zum vorstellen hätten sie sich sparen können. Ich hätte mich gefreut, wenn dadurch die Sendezeit eine Stunde kürzer geworden wäre. Ich hätte besser gefunden, wenn die 5 Teilnehmer gleich mit einem der beiden Songs angefangen wären. Die Songs! Puh! Zunächst einfach belanglos und langweilig. Aber der Siegertitel einfach eine riesige Frechheit! Der ist auch noch bei David Getta von „Titanium“ geklaut, ganz offensichtlich zu hören.
Ich bin so entsetzt, dass man damit durchkommt. Ich hoffe, der Titel landet wieder auf dem letzten Platz und Deutschland muss auf die Strafbank für mehrere ESC, weil zu schlechte Beiträge die letzten Jahre.

Puh, was für ein Grauen. Ich denke, ich sollte mir erstmal keine Vorentscheide hierzulande mehr antun.
Ich freue mich dennoch riesig auf die Beiträge der anderen Länder und bleibe ein großer ESC Fan!

Wer noch mehr zum deutschen Beitrag lesen möchte, kann dies auf der offiziellen Seite des ESC tun.

Neuentdeckung: Mari Boine

reloopNoch eine Norwegerin, die mich begeistert. Mari Boine ist mir bereits nach einem Lied ans Herz gewachsen. Das Lied hatte mich nicht mehr losgelassen. Ich war fasziniert. Schnell waren die ersten Alben gekauft und meine Begeisterung wuchs.

Mari Boine kommt aus Norwegen und ist eine samische Sängerin. Ihre Songs bestehen aus einer Mischung schamanischer, rhythmischer Klänge vereint mit Jazz und Folk. Sehr beeindruckend sind ihre Stimme sowie die langanhaltenden und schrillen Töne. Ihre Texte sind vor allem in Samisch, aber auch zum Teil in Norwegisch und Englisch.
Ich finde, ihre Musik lullt einen so schön ein. Ich kann da prima abschalten. Falle wie in Trance beim Zuhören. Leider sind nicht alle Songs so rituell unterlegt. Es gibt auch jede Menge harmonische leise schwingende Lieder.

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Neuentdeckung: Ani Choying Drolma

reloopMeine nächste musikalische Neuentdeckung in diesem Jahr ist Ani Choying Drolma.
Ani Choying Drolma ist eine buddhistische Nonne aus Nepal. Sie hat mehrere Alben aufgenommen und ihre Lebensgeschichte als Buch, Ich singe für die Freiheit, veröffentlicht. Mir gefallen vor allem die beiden Alben Inner Peace, auf denen sie Mantren singt.
Ihre Stimme ist durchdringend und beeindruckend. Ich bin fasziniert von ihrer Ausstrahlung, die voll von Harmonie, innerer Zufriedenheit, Gelassenheit, Glücklichsein und Stille ist. Mich interessiert der Buddhismus schon lange und ich freue mich einfach über diese vorbildliche Mentalität der buddhistischen Mönche.

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Musikalische Neuentdeckung

reloopIch habe diese Jahr drei musikalische Neuentdeckungen gemacht, alles Frauen. Aurora, Ani Choying Drolma und Mari Boine. Ich möchte euch diese wunderbare Musik hintereinander vorstellen.
Den Anfang macht heute: Aurora.

Aurora Aksnes. Eine junge Musikerin aus Norwegen. Zerbrechlich, sanft, schüchtern, voller Energie, natürlich. Leichter Elektropop mit Tiefen. Kraftvoll, aufbauend, nachdenklich.
Ich bin fasziniert von der Austrahlung der Künstlerin, ihrem Gesang und ihrer Musik.

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ESC 2016, Finale

Es war eine brilliante Show am Samstag!
Bunt gemischte Songs, eine unterhaltsame Moderation, tolle Effekte.
Ich hatte einige Favoriten, konnte mich aber kaum entscheiden, für wen ich anrufen sollte. Ich hätte Isreal sehr den Sieg gegönnt. Und auch Schweden fand ich wieder einmal großartig. Ansonsten mochte ich musikalisch Georgia sehr. Auch die Beiträge von Italien, Australia, Czech Republic, Latvia, Italy, Bulgaria, France und Ukraine haben mir gut gefallen.

Die Top 5 sah im Grand Final dann folgendermaßen aus:

  1. Ukraine
  2. Australia
  3. Russia
  4. Bulgaria
  5. Sweden

Gewonnen hat für mich sehr überraschend Ukraine. Ich hätte nie gedacht, dass der Titel so weit kommt. Ich weiß nicht, ob ich mich über den Sieg freuen kann. Ich hätte es besser gefunden, wenn der Song nicht politisch wäre. Musikalisch mochte ich ihn. Aber der ESC sollte nicht dafür genutzt werden, Konflikte mit anderen Ländern auszutragen. Für mich ist der ESC eine Veranstaltung im Sinne von Love, Peace and Music. World, come together!
Von daher hätte ich den Sieg viel mehr Australia gegönnt!

Was Russia auf Platz 3 macht, ist mir unverständlich. Das muss wohl auch so ein politisches Ding sein. Der Song war langweilig und nur zusammengeklaut.
Bulgaria hingegen war ein mitreißender, spaßiger Beitrag, lustig auch die LEDs auf ihrer Kleidung.
Ach, und Schweden, einfach zum Mitsingen. Toll! Freut mich, dass sie es so weit nach oben geschafft haben.

Germany landete auf den letzten Platz, mal wieder. Wundert mich nicht. Ich fand den ganzen Auftritt grottig mit null Austrahlung.
Czech Republic auf dem vorletzten Platz fand ich etwas ungerecht. Ich mochte den Song! Wahrscheinlich war er zu ruhig.
UK als drittletzter völlig berechtigt. Puh, wieder mal Geschmalze.

Also, eigentlich bin ich mit der Wahl ganz zufrieden. Hätte nur Australia den Sieg gegönnt. Das Abstimmungsverfahren war diesmal ja auch etwas merkwürdig…

ESC 2016, Halbfinale

Zwei schöne Shows hat Schweden da für uns bereitet! Vielen Dank an Schweden! Ihr macht das toll!

Jetzt steht fest, wer ins Finale kommt (Auflistung nach running order):
Belgium, Czech Republic, The Netherlands, Azerbaijan, Hungary, Italy, Israel, Bulgaria, Sweden, Germany, France, Poland, Australia, Cyprus, Serbia, Lithuania, Croatia, Russia, Spain, Latvia, Ukraine, Malta, Georgia, Austria, UK und Armenia.

Da sind doch wieder eine ganze Menge feine Songs dabei! Wie schön! Das wird eine tolle Show am Samstag!
Ich freue mich sehr, dass es Israel mit der Marc Almond Nummer geschafft hat! Den schwedischen Beitrag finde ich auch wieder klasse, nur etwas ruhig. Die werden damit wohl leider nicht wieder gewinnen, was schade ist. Gut gefallen haben mir die rockigen Nummern aus Georgia und Cyprus. Und Latvia mag ich sehr mit diesen Minimal-Elektro-Klängen. Nun, das wären erstmal so meine Favoriten.
Belgium hingegen hätte ich ja lieber nicht dabei gehabt mit dieser zusammengeklauten Nummer. Kopfschüttel. Und Austria mit der niedlichen Joe le Taxi-Darstellung muss auch nicht sein. Wie nervt das denn bitte!

Und, was sind eure Favoriten?

Viel Spaß euch allen beim großen Finale am Samstag!

ESC 2016: The Netherlands

Aus den Niederlanden kommt wieder einmal nette Musik. Ein standfester Song mit gutem Sound und leichten Countryklängen. Zum Mitsummen und Mitschunkeln. Und jetzt schon bleiben mir einige Worte im Ohr hängen: „Slow down brother, if you can’t go on…“. Etwas kitschig allerdings.

The Netherlands: Slow Down

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ESC 2016: Sweden

Und wieder ein guter Beitrag aus Schweden. Ruhig, modern, sinnlich, nachdenklich. Einprägsamer mitgehender Refrain.
Mag ich!
Aus Schweden kommt ja bekanntlich gute Popmusik… Ich freue mich schon sehr auf die schwedische Show! Sie hatten das letzte mal eine geniale Show und haben es sich dieses mal wieder wirklichverdient.
Einen ganz herzlichen Gruß an dieser Stelle an das Gastgeberland Schweden!

Sweden: If I Were Sorry

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