Baumgeschichten

Baumgeschichten

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Was erzählt dieser Ausschnitt?
Welcher Baum mag das sein? Wie alt ist er? Und was sind das für Kreise? Wie sind die entstanden?

Bäume faszinieren mich, vor allem wenn sie älter sind. Ihre Rinde allein ist Kunst.
Ich liebe Bäume. Sie strahlen soviel tolles aus: Kraft, Verwurzelung, Stärke, Beständigkeit, Größe, Alter, Lebendigkeit, dem Wetter und Jahreszeiten trotzen, Verbundenheit, festen Fußes und doch in der Krone beweglich…
Gerne denke ich an die Ents aus Herr der Ringe, wenn ich Bäume betrachte. Oder an Trolle in der Dunkelheit.

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Welch machtvoller Anblick!
Wie klein komme ich mir da als Mensch vor, wenn ich nach oben blicke und die Größe der Bäume bestaune.
Ich bin zutiefst beeindruckt und habe großen Respekt vor diesen Riesen.

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Irgendwie erinnert mich die Rinde an die Haut eines Elefanten. Je länger ich dieses Foto betrachte, desto mehr sehe ich einem Elefanten.
Aufgenommen habe ich dieses Bild allerdings wegen der kleinen Höhle, die sich sogleich die Natur zu eigen machte und bepflanzte. Witzig.

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Baumgeschichten… kehre ich zu meinen Fragen am Anfang zurück, so ist eine Antwort, das Alter des Baumes erkennt man an seinen Ringen im Inneren. Ich untersuche also diesen Baumstumpf. Ja, da sind Kreise, ganz schwach zu erkennen. Die Schnitte sind leider viel deutlicher. Armer Baum! Ich werde immer ganz traurig, wenn ich solche Baumstümpfe finde. Warum hat man dir das angetan? Wie alt warst du? Wie lange hättest du noch leben können, wenn die Menschen dich in Ruhe gelassen hätten? Warst du krank?
Ich hoffe, dass wenigstens die Tierwelt noch Nutzen an diesem Baum findet. Als Insektenbehausung zum Beispiel, kann ich mir gut vorstellen.

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Dieser Baum wurde ganz frisch gefällt. Er muss riesig gewesen sein. Und alt.
Hier kann man prima die Altersringe erkennen.
Dieser Baum stand am Gartenzaun. Passte den Menschen wohl nicht mehr, machte zu viel Schatten oder sowas kleinliches. Was den Menschen nicht passt, das wird einfach weggemacht, gefällt, getötet. Der Mensch herrscht schließlich über Natur und Tier.
Wie arm der Mensch doch ist, dass er weder Natur noch Tierwelt schätzen kann. Dass er nicht seine Verbundenheit mit ihr erkennt. Dass er nicht weiß, wie abhängig er von seiner Umwelt ist.
Ich denke da oft an diesen Spruch: „Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet Ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“

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Und wieder schaue ich nach oben, bestaune die enorme Größe des Baumes.
Und ich frage mich dabei, warum bin ich die einzige, die stehen bleibt, um in die Höhe zu gucken, um sich von der Größe des Baumes faszinieren zu lassen?
Ich begegne einer Menge Menschen im Wald, aber alle sind entweder in ihren Sport beschäftigt oder in ein Gespräch vertieft. Wer von ihnen bekommt denn überhaupt noch mit, dass hier ein sagenhafter Baum neben dem anderen steht?
Es scheint alles selbstverständlich zu sein. Wenn man in den Wald geht, stehen da Bäume, ist doch klar, sonst müsse man ja nicht in den Wald. Was soll man sich denn da schon angucken, sehen doch eh alle gleich aus.
Diese Sichtweisen erschüttern mich.

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Ein Auge. Wahrlich. Ein Drachenauge sogar. Mitten im Baum.
Die Bäume können sehen! Ich wußte es!
Oder ist dieser Baum ein verzauberter Drache?
Was meint ihr?

In meinem neuen Blog Design habe ich oben im Header ein Feld, wo ich abwechselnd Ausschnitte aus meinen Fotos zeige.
Weil mich die Natur so stark inspiriert, sind die meisten davon Landschaftsbilder. Den Hauptanteil bilden allerdings Bäume und Baumrinde.
Auf meinem Blog habe ich die Chance, das zu zeigen, was ich liebe, was mir wichtig ist. Und so zeige ich euch die Schönheit von Bäumen. Mit Respekt vor der Natur mit all ihren Lebewesen, mit Anerkennung der Kunst in der Natur, mit anderen Blickwinkeln auf die Dinge an denen man vorbei geht.
Dies ist mir wichtig. Ich möchte die Natur erleben und nicht nur wissen, dass sie da ist.

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