Diabetes: Medikamente zur Vorbeugung?

Viel versprochen hatte ich mir davon, zu einem richtigen Diabetologen zu gehen. Ich war sogar bei einem Professor. Aber ich wurde schwer enttäuscht. Jetzt will ich da eigentlich gar nicht mehr weiter hingehen. Nur noch einmal zur Ernährungsberatung.
Ich hatte meine Blutwerte mitgebracht, die sich verbessert haben, und auch stolz von meinem erfolgreichen Abnehmen berichtet. Beides als Beweis dafür, dass ich es auch ohne Medikamente schaffen werde. Doch der Arzt an sich verläßt sich gerne brav auf seine Schulmedizin, die für ihn unverzichtbar ist. Er wollte mir nicht reinreden, aber er empfehlt allen Diabetes-Patienten Metformin zu nehmen, zur Vorbeugung. Zur Vorbeugung gegen die lange Liste an Folgeerkrankungen, vor allem gegen Herzinfarkt und Krebs. Metformin sei ja auch pflanzlich, also muss es doch gut sein.
Ich war schockiert. Total verunsichtert verließ ich seine Praxis. Was tun?

Nun hatte ich in vier verschiedenen Büchern gelesen, dass keine Medikamente Not tun, sondern man eher auf die Nebenwirkungen achten sollte. Die Autoren der Bücher sind ebenfalls Ärzte und sie raten von Medikamenten ab. Meine Blutwerte verbessern sich bereits, auch ohne Medikamente. Jetzt ist da jedoch diese Angst, etwas falsches zu tun, mit schlimmen Konsequenzen.

Heute habe ich eine entgegengesetzte Meinung von meinem Endokrinologen gehört. Ich bin bei ihm wegen meiner Schilddrüse in Behandlung. Er ist der Arzt gewesen, der bei mir Diabetes diagnostiziert hat. Wir besprachen heute die aktuellen Blutwerte. Mein Nüchternblutzuckerwert hat sich verbessert, worüber ich sehr glücklich bin. Ich fragte ihn, ob ich nun trotzdem Medikamente nehmen müßte und seine Antwort erstaunte mich. Er ist der Meinung, wenn ich so weiter mache wie bisher, bräuchte ich keine Medikamente. Allein die Verbesserung meiner Blutwerte wäre eine gute Vorbeugung gegen Folgeerkrankungen! Hurra!
Wie unterschiedlich Ärzte doch sind!

Ja, jetzt darf ich dem Fachmann aus der Diabetischen Schwerpunktpraxis glauben, dass ich Metformin unbedingt brauche oder diesen Rat für unflexibel und für eine bequeme Absicherung halten, an dem die Krankenkasse und vielleicht auch er gut verdient. Oder ich glaube meinen Büchern und der Meinung meines Endokrinologen, die meiner persönlichen Einstellung entspricht.
Der Endokrinologe ist Facharzt für Drüsen, speziell Schilddrüse, aber auch Bauchspeicheldrüse. Und er hat auch die Ausbildung zum Diabetologen. Zudem berät er sich mit seinem Professor. Diabetologen sind, wie mir mein „Fachmann“ sagte auch Endokrinologen.

Von Abraxandria am 21. Dezember 2017 um 09:29 Uhr in C'est moi

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