Gilda Joyce in geheimer Mission von Jennifer Allison
Jennifer Allison
Gilda Joyce in geheimer Mission
Verlag: CBj
Taschenbuch
Erschienen: Oktober 2008
Seiten: 284
ISBN: 978-3-570-21910-2
Preis: 6,95 Euro
Empfohlenes Alter: 10 – 12 Jahre
Inhalt:
Gilda ist ein pfiffiges, freches 13-jähriges Mädchen, dass sich brennend für Parapsychologie interessiert. Als es ihr in den Sommerferien in Michigan zu langweilig wird, lädt sie sich kurzentschlossen einfach selbst bei entfernten Verwandten in San Francisco zu Besuch ein. Die Ferien versprechen ab jetzt ganz besonders spannend zu werden, denn in der Villa ihrer Verwandten spukt es. Gilda findet in ihrer Cousine Juliet eine gute Freundin, geht mit ihr auf Geisterjagd und gemeinsam klären sie den seltsamen Tod von Tante Melanie auf.
Meine Meinung:
Ich habe das Cover gesehen und wollte das Buch haben. Und ich habe es nicht bereut. Das Buch ist so, wie das Cover es verspricht. Ich habe die Geschichte mit einem breiten Schmunzeln verschlungen. Dieses Buch ist herrlich! Gildas Art ist einfach toll. Sie ist so schön durchgeknallt und macht ihr eigenes Ding. Was ihr in den Sinn kommt, das wird auch gleich in die Tat umgesetzt, egal wie schräg es sein mag. Gilda ist ein flippiges Mädchen, dass durch ihren Mut und ihre Originalittät beeindruckt.
Auch wenn es hier um Geister geht, ist die Geschichte keineswegs unheimlich, sondern eher sehr amüsant. Es ist eine Art Detektivgeschichte, in der zwei 13-jährige Mädchen den Tod an ihrer Tante aufklären. Beide sind im Alltag Aussenseiterinnen, doch in diesen Ferien werden sie zu Heldinnen.
Tod und Vergänglichkeit sind immer wieder zentrales Thema. Gilda kommt mit dem frühen Tod ihres Vaters nicht zurecht und schreibt ihm oft Briefe. Das nimmt einem beim Lesen ganz schön mit.
Mir gefällt an der Art, wie das Buch geschrieben ist, dass abwechselnd aus Gildas Perspektive und dann wieder aus Juliets Perspektive erzählt wird.
Als kleine Kritik habe ich etwas zum Schluss der Geschichte anzumerken. Mir gefällt das Ende nicht. Es ist irgendwie bedrückend. So schillernd Gildas Ferien in San Francisco waren, so deprimierend ist ihre Rückkehr nach Hause. Ich habe mich beim Lesen gefragt, ob der Autorin zum Ende hin die Lust am Schreiben vergangen ist und sie möglichst schnell die Geschichte zu Ende bringen wollte.
Alles in allem bin ich aber begeistert. Der erste Band von Gilda Joyce ist ein spannendes und geheimnisvolles Buch, das mich mit einem Rutsch in den Bann gezogen hat.
Ich hoffe, dass es bald noch mehr deutsche Übersetzungen der Gilda Joyce Bände geben wird. Auf englisch sind bereits fünf Bände erschienen: 1. Gilda Joyce: Psychic Investigator (2005) 2. Gilda Joyce: The Ladies Of The Lake (2006) 3. Gilda Joyce: The Ghost Sonata (2007) 4. Gilda Joyce: The Dead Drop (2009)und 5. Gilda Joyce: The Bones Of The Holy (2011). Ich habe jedoch ein wenig die Befürchtung, dass es entweder noch sehr lange dauern wird, bis eine weitere deutsche Ausgabe auf den Markt kommt, oder, dass ich die Bücher auf englisch lesen muss, weil es keine weiteren Übersetzungen mehr geben wird.
Fazit:
Eine herrlich schräge und amüsante Geister- und Detektivgeschichte.
5 von 5 Sterne

5 Kommentare
motzi
motzi schrieb am 28. Februar 2012 um 10:54
mhm nicht so meine richtung
aber werd mal reinlesen
alais
alais schrieb am 28. Februar 2012 um 10:57
Klingt toll das Buch
hach man sollte viel öfters mal einen Blick in andere Bücherregale riskieren ^^
LG
Abraxandria
Abraxandria schrieb am 28. Februar 2012 um 12:42
@Motzi:
Nicht Dein Genre und Du willst es dann trotzdem lesen?
Warum?
@Alais:
Das Buch ist super und ich bin voll traurig, dass ich es durch habe. Ich bin voll auf Entzug. Würde mir am liebsten jetzt gleich alle vier weiteren Bände auf englisch reinziehen. Nur leider ist mien Englisch nicht so gut. Das würde kompliziert werden.
Rennhenn
Rennhenn schrieb am 1. März 2012 um 08:43
Das klingt nach einer netten Geschichte. Ich hab’s ja nicht so mit Kinderbüchern, aber wenn meine Kleine dann alt genug ist und (hoffentlich) gerne liest, finde ich hier ja genügend Lesetipps
Darf ich mal fragen, warum du soviele Kinder- bzw. Jugendbücher liest?
Abraxandria
Abraxandria schrieb am 1. März 2012 um 13:20
@Rennhenn:
Vielleicht liegt das an meinem Interesse für Pädagogik…