Rezension – Eine lausige Hexe von Jill Murphy
Verlag: Diogenes
Gebundene Ausgabe
Erschienen: 2002
ISBN: 3-257-00873-2
Preis: 9,90 Euro
Seiten: 96
Empfohlenes Alter: 6 – 7 Jahre
Inhalt:
Mildred Hoppelt kommt auf eine echte Hexenschule. Doch das Einleben auf der Hexenakademie von Frau Graustein fällt ihr schwer. Bei den Lehrern fällt sie mit ihrer Tolpatschigkeit gleich negativ auf. Selbst das Besenreiten ist für sie eine Qual. Und dann hat es auch noch die Klassenstreberin Esther auf sie abgesehen und ärgert sie, wo sie nur kann. Zum Glück hat sie in Maude schnell eine gute Freundin gefunden, die zu ihr hält. Am Tag, als die Erstklässler ihre Kätzchen bekommen, wird Mildred so wütend auf Esther, dass sie jene in ein Schwein verwandelt. Doch Esthers Rache ist süß, so süß, dass Mildred beschließt von der Schule fortzulaufen. Und doch wendet sich schließlich alles wieder zum Guten und Mildred wird sogar als Heldin gefeiert…
Meine Meinung:
Ich bin ein großer Fan der Fernsehserie und bin mit etwas Skeptik an dieses Buch herangetreten. Kann es meine hohen Erwartungen erfüllen?
Die Fernsehserie basiert auf den Büchern von Jill Murphy. Natürlich wurde für die Verfilmung alles mit viel Fantasie ausgeschmückt.
Eine lausige Hexe ist der erste Band von insgesamt sechs Bänden. Die Originalausgabe erschien bereits 1974. Die deutsche Auflage gibt es leider erst seit 2002.
Das Buch ist mit vielen Schwarzweiß-Zeichnungen illustriert, die das Lesen spannender machen.
Die Geschichte ist amüsant und leicht geschrieben. Es ist ein nettes Kinderbuch mit einer sympathischen schusseligen Heldin, die in viele Fettnäpfen patscht. Eine Heldin, die Kinder lieben werden, gerade weil sie nicht perfekt ist und schnell den Ärger der Erwachsenen auf sich zieht.
Mir persönlich hat am besten Frau Harschmann gefallen. Ich mag ihre kühle, zickige Art und ich halte sie im Grunde ihres Herzens für sehr liebenswert. Frau Harschmann macht einfach Spaß. Auch Frau Graustein, die verständnisvolle Leiterin der Akademie, ist mir von Anfang an sehr positiv aufgefallen. Mildred und Maude sind mir ein wenig zu brav. Und Esther ist schon nervend. Aber mir gefällt die ganze Atmosphäre der Geschichte, eine Hexenschule, das ist fein.
Die Abenteuer von Mildred sind spannend und dennoch leicht verdaulich. Kein Kind muß sich beim Lesen fürchten. Denn wenn es wirklich mal gefährlich wird, dann beweist Mildred was in ihr steckt. Mildred ist eben eine Heldin.
Als erwachsene Leserin ist dieses Buch doch sehr leichte Kost für mich und ich ziehe damit die Fernsehserie vor. Daher nur 3 Sterne. Für Kinder allerdings ist dies ein tolles Buch.
Fazit:
Hexerei für die Kleinen mit einer sympathischen Heldin. Auch Hexen haben es in der Schule nicht leicht.
3 von 5 Sterne
Verlag: Silberfisch
Hörbuch
ungekürzte Lesung
Gelesen von Doris Wölters
Erschienen: 2008
ISBN: 978-3867425063
Preis: 7,95 Euro
Empfohlenes Alter: 7 – 9 Jahre
Meine Meinung:
Ich habe zuerst das Hörbuch gehört und dann das Buch gelesen. Mir gefiel das Hörbuch besser.
Es ist nett gemacht, schön atmosphärisch. Man kann sich beim Hören gut den Hexenwald und das alte Schloss vorstellen. Ein bißchen unheimlich ist es sogar. Toll ist auch die Walpurgisnacht und die düsteren Hexen im Wald.
Die Art, wie Doris Wölters das Buch vorliest, ist sehr gelungen. Die verschiedenen Stimmen sind gut getroffen, besonders Frau Harschmanns Stimme.
Das Hörbuch eignet sich auch gut als Gute-Nacht-Geschichte.
Fazit:
Eine nette Kindergeschichte, schön vorgetragen.
4 von 5 Sterne


