Das Geheimnis von Bahnsteig 13 von Eva Ibbotson
Das Geheimnis von Bahnsteig 13 (1994) von Eva Ibbotson ist ein humorvoller Märchenroman für Kinder.
Zum Inhalt:
London, King’s Cross, Bahnstieg 13, Herrentoilette. Alle neun Jahre wird dieser verlassene Ort für einige Tage zu einem magischen Ort. Denn dann öffnet sich der Gügel. Ein Gügel ist ein Tor, das zu einer anderen Welt führt. Und dieser Gügel führt zu einer märchenhaften Insel mit einem Königspaar, Hexen, Zauberern, Riesen, Feen, Neblingen, Drachen, Trollen, Nixen, Zwergen, Himmelheuler und Harpyien.
Als der kleine Prinz gerade erst drei Monate alt ist und der Gügel sich wieder öffnet, bekommen seine drei Kinderschwestern plötzlich Heimweh nach London. So machen sie einen kurzen Ausflug in ihre Heimatstadt, um Fish & Chips zu kaufen und nehmen den Prinzen einfach mit. Doch, oh weh, da geschieht das Unglück. Der Prinz wird geklaut! Ohne Prinz kehren sie auf die Insel zurück.
Neun Jahre später, zur nächsten Gügelöffnung wird ein Rettungsteam, bestehend aus einem alternden Zauberer, einem einäugigen Riesen, einer Gartenfee und einer neunjährigen Hexe nach London auf die Suche nach dem Prinzen geschickt. Das Kind jedoch, dass sie dort finden, benimmt sich so gar nicht prinzenhaft, sondern ist ein verwöhnter reicher Bengel, der überhaupt keine Lust hat, mit den vier auf die Insel zu gehen. Die vier Retter bekommen Hilfe von dem Küchenjungen des Bengels. Doch werden sie es rechtzeitig schaffen, den Prinzen zur Insel zurückzubringen, bevor sich der Gügel für weitere neun Jahre schließt?
Fazit: Das Lesen dieses Buches hat mir großen Spaß bereitet.
Es ist sehr humorvoll und auch sarkastisch geschrieben. Es liest sich fließend. Man kann man die ca. 220 Seiten gut an einem Tag schaffen, wenn man die Zeit dazu hat.
Das Buch hat mich begeistert. Ein weiteres Band der Autorin, Das Geheimnis der siebten Hexe, liegt schon auf meinem Nachttisch bereit.
Hier ein kleiner Ausschnitt aus Das Geheimnis von Bahnsteig 13:
Ginge man heutzutage in eine Schule und fragte die Kinder “Was ist ein Gügel?”, so bekäme man sicher ein paar ziemlich dumme Antworten.
“Na, so’n Mittelding zwischen Kugel und Kügelchen”, könnte ein Kind sagen. Und ein anderes: “Ein Küken, das gackert.” Oder sogar: “Das ist ein anderes Wort für Gugelhupf.”
Aber es gab eine Zeit, da war das nicht so. Da konnte dir jedes Kind im Land sagen, dass ein Gügel eine besondere Erhebung ist, ein grasbedeckter Hügel mit einer verborgenen Tür darin, die sich von Zeit zu Zeit öffnet, um einen Tunnel freizugeben, der in eine völlig andere Welt führt.
4 von 5 Sterne

2 Kommentare
Rinjah
Rinjah schrieb am 12. Februar 2010 um 14:11
Klingt auch wieder nach etwas für mich
Ich finde es toll das du soviele Kinder und Jugendbücher vorstellst, ich würde sie mir am liebsten alle kaufen.
Jetzt wo du krank bist hast du wohl wenigstens etwas mehr Zeit. Hör ruhig auch mal in Tintenherz rein
Abraxandria
Abraxandria schrieb am 12. Februar 2010 um 15:49
@Rinjah:
Das ist schön, dass Dir meine Büchertipps gefallen!
Jetzt wo ich krank bin, habe ich viel Zeit zum Lesen. Habe schon zwei Bücher von Eva Ibbotson in der Zeit verschlungen und fange heute mit dem dritten an.
Gerade wenn ich krank bin, tut es mir gut, Kinderbücher zu lesen. Die sind leicht und aufbauend.
Und man soll sich doch was gutes tun!