Schutzgeist

Diese Kreatur fand ich an einer Häuserwand neben dem Eingang…

Schutzgeist I

… damit keine bösen Geister ins Haus kommen.

Der Adler und der König

Hier eine kleine weise Geschichte:

Ein Mann fand einmal ein Adlerei und legte es einer seiner Hennen im Hühnerhof ins Nest. Der Adler wurde zusammen mit den Küken ausgebrütet und wuchs mit ihnen auf.
Da er sich für ein Huhn hielt, gackerte er. Er schlug mit den Flügeln und flatterte immer nur höchstens einen oder anderthalb Meter in die Höhe wie ein anständiges Huhn. Und er scharrte in der Erde nach Würmern und Insekten.
So verging Jahr um Jahr, und der Adler wurde alt. Eines Tages sah er einen prächtigen Vogel, der hoch oben am Himmel majestätisch seine Kreise zog. Bewundernd blickte der Adler nach oben.
`Wer ist das?´fragte er ein Huhn, das gerade neben ihm stand.
`Das ist der Adler, der König der Vögel´, antwortete das Huhn.
`Wäre es nicht herrlich, wenn wir auch so hoch am Himmel kreisen könnten?´
`Vergiß es´, sagte das Huhn. `Wir sind nur Hühner.´
Also vergaß der Adler es wieder. Und er lebte und starb in dem Glauben, ein Huhn zu sein.

(Anthony Dermello, Song of the Bird)

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Verbotsschilder

no dogs IDesweiteren stolperte ich auf meiner Altstadttour über folgendes Schild, oder besser gesagt, über die Anbringung des folgenden Schildes. Da hatte wohl jemand erhebliche Angst um seine Grünpflanzen, die den Eingangsbereich verzieren sollten. Diese Angst war ganz im speziellen darauf bezogen, dass spaziergehende Hunde folgende Bepflanzung zu lieb gewinnen könnten und es sich zu bequem machen könnten, vielleicht das arme Pflanzending sogar noch schädlichst anpinkeln könnten. Also, Leute gibt´s! Da fällt mir nichts mehr ein. Außer, dass ich doch lachen mußte als ich das Schild erblickte… .no dogs II

Mauergast

Als ich neulich so durch die Altstadt schlenderte, entdeckte ich einen interessanten Hauseingang. Über der Eingangstür hatte ein kleines Wesen es sich gemütlich gemacht. Ein Schutzgeist etwa, der den Eingang bewacht?
Eine schöne Idee!

Mauergast

"Kitchen Stories" vs. "Kinder des Olymp"

Da das Fernsehprogramm am Wochenende mal wieder miserabel ausfiel kam ich in den Genuß einer DVD-Session. Zwei Filme waren darunter, die ich für sehr gelungen halte und gerne weiter empfehlen will:

Kitchen Stories„- ein norwegischer Film, sehr langsam, der Weite des Landes entsprechend. Er fängt etwas zäh an, entwickelt sich dann aber sehr herzlich. Eine zwischenmenschliche Komödie. Die Handlung basiert auf einer Forschungsstudie, die das Alltagsleben von Singlemännern untersucht. Je ein schwedischer Forscher nimmt den Beobachtungsposten in der Küche je eines norwegischen Singlemannes ein. Das Projekt schlägt schließlich fehl, denn die Forscher und die Beobachtungsobjekte freunden sich an.
Eine rührende Geschichte mit revolutionärem Charakter.

 

Kinder des Olymp„- ein französischer Film, gedreht im besetzen Paris 1943-1945. Ein wundervoll gefühlvoller Film, der voll und ganz aufs Gemüt zielt. Die Handlung spielt im Schauspielermilieu des Paris von 1827. Vier Männer werben um die gleiche Frau und gehen am Schluß alle leer aus. Zwei von ihnen machen auf unterschiedliche Weise Theaterkarriere, der verschüchterte Babtiste als Phantomine an einem einfachem Volkstheater und der sich aufspielende Frederick als Shakespeare-Darsteller am gehobenem Theater. Sprachlich wie darstellerisch ist das Stück ein sehr poetisches, seine Handlung rührend, melancholisch, dramatisch, ironisch tragisch, … .
Ein wundervolles Werk!

 

Winkekatze

WinkekatzeSeid ich den Film „Der Fischer und seine Frau“ (ein wirklich guter Film!) gesehen habe bin ich auf der Suche nach einer Winkekatze und nun auch stolzer Besitzer einer solchen.

Dann warte ich mal, dass sie mir das Glück heranwinkt… .

Oh, ich mag ja diesen asiatischen Kram und Kitsch.
Mit einigen Buddhas, Bambus und Feng Shui-Sachen bin ich da schon ganz gut ausgestattet… .

Ode an Bowie

Meinen Musikgeschmack habe ich im übrigen David Bowie zu verdanken. Ich war damals zarte 15 Jahre alt, als mich der Bowie-Fanatismus packte und mich zur Vernunft rüttelte. Zu der Zeit war ich wie wir alle versessener Formel Eins-Gucker und stand auf Madonna, Aha, Cindy Lauper und überhaupt Pop. In einer Formel Eins-Sendung wurde ich dann mit einem Bowie-Video konfrontiert, was mein Leben ändern sollte. Durch Bowie wurde ich nun an Bands herangeführt wie Velvet Underground, The Stooges, Pink Floyd, The Stones, Roxy Music, T-Rex als auch Bauhaus, Pixies, Psychedelic Furs… . Das weckte dann meinen Forscherdrang und ich machte mich auf die Suche nach weiteren Klassikern jenseits der Popmusik und fand unter anderen Neil Young, Bob Dylan, Melanie, Leonard Cohen, Johnny Cash, … . Von da an ging es dann immer weiter mit der Entdeckungsreise über Independent, Wave, Gothic, Electro, Rock, Blues, Jazz, Latin, Chansons… . Und all mein Suchen startete mit einem David Bowie-Song, der mir die Welt öffnete… . Das Leben ist schon manchmal verrückt! Was wäre, wenn ich nie was von Bowie gehört hätte?

Die guten alten Zeiten

Nun, da habe ich doch mal in meiner Schallplatten-Schatztruhe gestöbert. Ja, richtig gelesen, ich spreche hier von Schallplatten, von echten Schallplatten, mit richtig dicken Covers, so richtig zum anfassen, ganz im Gegensatz zu diesen kleinen silbrigen Dingern. So eine richtige Schallplatte war doch noch was! Da konnte man die Nadel noch per Hand auflegen, und es knisterte bei den älteren Exemplaren noch so schön im Hintergrund. Wenn man dann mal nicht aufpasste, rutsche einem zum Entsetzen die Nadel gleich über die ganze Platte. Autsch. Und man hatte einen Kratzer mehr.
Ach, was waren das noch für Zeiten! Bin ich froh, dass ich noch einige dieser Exemplare in meinem Regal stehen habe!
Lange habe ich mich den Cd´s verweigert und dafür lieber Gebraucht-Platten erstanden. Aber schließlich habe ich doch klein beigegeben, sie sind ja auch ganz praktisch…, und man will ja auch mal was neues haben und kommt ja sonst in der Musikgeschichte gar nicht mehr mit.
Als ich dann so letztens in meinen Schallplatten-Schätzen herumwühlte, fiel mir altes Kulturgut meiner Jugend in die Hände. Man, was hab ich dazu abgetanzt… .

Hier ein Beispiel: Les Rita Mitsouko „C´est comme ca“