Öffentliches Ärgernis

Da kam ich doch heute dick bepackt aus dem Supermarkt und wollte schnell und eifrig meine Beute nach Hause schleppen, Peng, eine Sekunde in die falsche Richtung geschaut und schon heftete es sich an mich ran. Was es war? Ein fanatisches Etwas in Frauengestalt war es, von Gott gesand um mich zu befreien. Ich müßte nur ihrer Glaubensgemeinschaft beitreten. Und, ich wurde sie nicht mehr los. Dreist folgte sie mir auf Schritt und Tritt fast bis zu meiner Haustür und laberte mich voll. Ihre Argumentation drehte sich dabei im Kreis, ihr Hammer Argument: alles, außer ihrem Glauben, sei satanisches Werk. Hey, das hat mich dann aber hammer überzeugt, besser gesagt, echt wütend gemacht. Und ich mußte laut werden, mitten auf der Strasse, keine Peinlichkeit scheuen, und ihr erklären, wie unverschämt ihr Verhalten sei. Jawoll, höchst unverschämt! Ich bin sauer.

Lecker Hackbraten

Heute habe ich mich mal ganz mutig, und zum ersten mal, an einen Braten gewagt. Ich bin mal langsam vorgegangen und habe mir erstmal einen Hackbraten ausgesucht, so zum üben. Zu Weihnachten gibt´s dann einen richtigen exklusiven Braten. Hier für alle Schleckermäuler, die sich wie ich bis jetzt auch noch nicht an einen Braten gewagt haben, aber auch für alle anderen Meisterköche, das Rezept:

Hackbraten im Blätterteig

1 Pck. Tiefkühl-Blätterteig
500g Hack
1 St. Mozarella
1 rote Paprika
1 Zehe Knoblauch
1 kl. Zwiebel
je 1 TL Basilikum, Oregano, Thymian
1 TL Senf
2 TL Ketchup
2 Scheiben Toast
2 Eier
Salz und Pfeffer

Blätterteig 10 Min. antauen lassen, zu einem großen Rechteck zusammenlegen und Kanten zusammendrücken,
restliche Zutaten vermengen,
in die Mitte auf den Teig legen, eine Rolle formen, in Teig einwickeln,
50 – 60 Min im vorgeheizten Backofen bei 200°C, Mitte

Dann viel Erfolg und guten Appetit!

Gewichtsproblematik?

Wo ich grad so in meinem Afrika-Krimi rumschmökerte, stolperte ich heute über folgende Aussage, die mich doch sehr erfreute:

… Sie war schließlich eine traditionell gebaute Dame und brauchte sich um Kleidergrößen keine Gedanken zu machen – nicht wie diese armen, neurotischen Leute, die ständig in den Spiegel schauten und sich zu dick fanden. Was hieß überhaupt zu dick? Wer hatte das Recht, anderen zu sagen, welche Größe sie zu haben hätten? Es war eine Diktatur der Dünnen, und so etwas ließ sie sich nicht gefallen. Wenn diese Dünnen noch aufdringlicher wurden, blieb nichts anderes übrig, als sich auf sie zu setzen. Ja, das würde ihnen eine Lehre sein! Haha!

(Alexander McCall Smith, Ein Koch für Mma Ramotswe)

Da drängt sich mir doch so manche Frage auf. Was soll dieser ganze Schlankheitswahn und wo führt er hin? Ich plediere dafür, zu essen was schmeckt und sich wohl zu fühlen.

 

Es weihnachtet schon…

Nächstes Wochenende geht es also wieder los. Am 3. Dezember ist der 1. Advent, dann am 6. Nikolaus, und wir sind schon wieder mitten drin in der Weihnachtszeit. Ich komme da nur leider gar nicht so schnell hinterher. Für mich ist jetzt Herbst und Weihnachten ist im Winter, so richtig mit Schnee und so. Draussen herrscht der Herbst mit seinem launenhaften Wetter, es ist grau und regnerisch. Absolut kein Weihnachtswetter. Wenn es nach mir ginge, würde Weihnachten auf Januar oder Februar verschoben werden. Da sehen dann auch die Wetterverhältnisse winterlich aus. Aber Weihnachten im Herbst? Ok, wenn man es genau nimmt, beginnt der Winter am 21. Dezember, also liegt Heiligabend in der Winterjahreszeit. Aber das ist mir alles zu kurzfristig. Ich plediere für eine weihnachtliche Vorbereitungsphase, so richtig mit Schnee, Eiskristallen, Schneemann, Handschuh, Schal und Pudelmütze. Dann schmecken die gebrannten Mandeln und der Glühwein erst richtig gut.

Ein Herz für Ikea

Zweifellos habe ich ein Herz für Ikea!
Jetzt sogar sichtbar für alle, die an meinem Fenster vorbeigehen… .

Am Wochenende habe ich wieder einmal erfolgreich Ikea gestürmt, gnadenlos meiner Konkurrenz den letzten Parkplatz vor der Nase weggeschnappt, mich todesmutig ins Gedränge gestürzt, mich von Abteilung zu Abteilung schubsen lassen, geduldig verzweifeltes Kindergeschrei ertragen, Zwischenstopp im Bistro eingelegt, keine Peinlichkeit gescheut und mir schön meine Getränke regelmäßig wieder aufgefüllt, dann weitertreiben lassen mit der Flut des Ikea-Massentourismus, den Kassenschlangenmarathon bestanden, mich mit einem Hot Dog eingedeckt, dabei weder mit Saucen noch mit Gurken noch mit Röstzwiebeln gespart, einen gelungenen Verzehr des Riesen-Hot Dogs mit geringer Bodenverschmutzung hingelegt, und schließlich im Finale mich noch ausreichend mit Schokolade und Keksen versorgt, als hätte ich noch nie zuvor Marabou-Sckokolade in normalen Supermarktregalen stehen sehen.

Ja, Ikea ist schon ein Erlebnis!

Wenn das nicht Beweis genug ist, dass mein Herz für Ikea schlägt… , dann hier mein offizieller Beitrag zu der Aktion „Ein Herz für Ikea“:

Ein Herz für Ikea

The Stonecutter

Eine kleine Story mit großer Moral, erinnert an „der Fischer und seine Frau“, aber seht selbst:

Heile Kinderwelt

Gestern Abend habe ich es mir gemütlich gemacht und mich mit einer Hörspiel-Kassette ins Bett gekuschelt, und wollte es mir mal so richtig wohlig gut gehen lassen. Zu solchen Anlässen hole ich schon mal gerne Kinderbücher heraus. Nun, gestern Abend war es eine Hörspiel-Kasette von Janosch: „Schnuddel“, in der Schnuddel eines Tages von seinem Vater eine Flaschenpost geschenkt bekommt, die dieser zuvor gefischt hatte. In der Flasche steckt ein Zettel, wo drauf steht:

Wer dies liest, muß sich vor nichts mehr fürchten„.

Was für eine wunderbare Idee, einem Kind solch eine Post zu schenken!!!

Herbst-Blues

„I´ve still got the blues…“

Regen, Regen, Regen. Es wird gar nicht mehr richtig hell. Morgens dunkel, wenn ich losgehe. Abends dunkel, wenn ich nach Hause komme.
Da fällt mir ein Song ein: „Sweet November Rain“ von Guns ’n‘ Roses, hmm, ich weiß ja nicht, sweet finde ich diesen November nun gar nicht. Ich würde eher ein Klagelied an diesen Monat schreiben. Klassisches griechisches Gejammere im Sinne von Elektra, oder so. „Herbstklage“ würde ich es nennen. Oder „Rainy Day Blues“. Das klingt nicht ganz so leidend, obwohl so richtig doll leiden und sich mal schön hineinsteigern auch schon Spass machen kann. Bissig… .

Auf Elch-Trip

Nun hat mich also der Elch-Trip gepackt… .
Jetzt, wo sich der Herbst breit macht und auch der Winter sich nicht mehr verleugnen läßt, wachsen mir die nördlichen Ländern mit ihrer rauhen Natur ans Herz, Länder wie Schweden, Norwegen und Dänemark. Und Ikea-Fan bin ich eh seid ewig, versteht sich von selbst. Gerade hat mich die Elch-Euphorie voll erwischt, passt ja auch gut in diese sich ankündigende Weihnachtszeit. Da läßt sich ganz prima und unbeschwert mein Kaufrausch ausleben, und ich kann mich fein eindecken mit kleinen künstlichen Elchen. Mein Elch-Rausch ging dann sogar so weit, dass ich mir Weihnachtstoilettenpapier leistete, natürlich mit Elchmotiv, schmunzel. Nach der Weihnachtszeit werde ich mich dann weiterbilden und mich auf die Suche nach Trollen begeben. Solange das Wetter da draussen so schmuddelig und ungemütlich ist, bleibe ich den nördlichen Ländern treu. Im Frühling werde ich mich dann neu orientieren und mich nach südlichen Ländern umsehen. Bis dahin ist aber noch lange, lange Zeit.

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Lichtmangel

Mit der dunklen Jahreszeit tu ich mich nun doch schwer. Ich leide unter extremen Lichtmangel. An dieses frühe Dunkelwerden kann und will ich mich einfach nicht gewöhnen. Ich bin ein Lichtwesen und ganz vernarrt in den Sonnenschein und seine erwärmenden Strahlen.
Ich gebe mir ja Mühe, mich mit Tricks zu überlisten: Tee schlürfen, Kekse und Schoki satt, dazu ein paar Kerzen und nette Musik. Ok, alles wirklich recht gemütlich, aber so ganz klappt das nicht mit der Stimmungsaufhellung. Ich will einfach Licht und mich draussen rumtummeln… . Hmm, falsche Jahreszeit.
Ich frage mich, wie es Euch wohl grad so damit geht… .

Musikalisch bin ich immer noch bei der von mir sehr geschätzten Marianne Faithfull hängengeblieben. Ich habe jetzt auch ihr neuestes Album für mich entdeckt: „Before the Poison„, ein Album voller Herbststimmung… . Ein ganz wunderbares und stimmungsvolles Album, und gar nicht so düster, wie sie es selbst beschreibt.