Weiße Nächte von F.M. Dostojewski

Jetzt, wo der Schnee draussen liegt, es nun doch noch Winter geworden ist, lese ich auch mal wieder gerne alte russische Literatur. Wo es drinnen schön warm und gemütlich ist und draußen frostig, passen diese Romane mit ihrem kühlem Klima und großer Herzenswärme nur zu gut.

Der gute F. M. Dostojewski liegt mir da besonders am Herzen. Neben „Der Idiot“ und „Schuld und Sühne“ kann ich vor allem „Weiße Nächte“, einen empfindsamen Roman, empfehlen.
Dieses Werk ist erheblich einfacher zu lesen als seine 1000-seitigen Kollegen, fällt auch erheblich kurzseitiger aus, behält aber seine Tiefe, sein ethisches Anliegen und seine gute psychologische Beleuchtung der Figuren. Inhaltlich betrachtet ist dieser Roman eine sehr anrührende Liebesgeschichte mit scheiterndem Ausgang, die beiden Helden bleiben Einzelgänger. Ich liebe auch das hervorragend Groteske in dieser Geschichte, wenn sich z.B. der Protagonist in seiner Einsamkeit mit den Häusern in seiner Umgebung unterhält, und von diesen dann hört: „Guten Tag; wie befinden Sie sich? Ich meinerseits bin, Gott sei Dank, gesund, im Mai bekomme ich eine neue Etage aufgesetzt.“

Fazit:
Ein lohnendes, sehr gefühlvolles Eintauchen in die russische Klassik, etwas schräg, etwas melodramatisch, aber schon schön.

5 von 5 Sterne

Kleinstadt-Wahnsinn

In der kleinen Stadt, in der ich wohne, brach gestern abend auf Grund von Schneefall der öffentliche Strassenverkehr zusammen. Sowie hier auch nur ein wenig Schnee fällt, war’s das dann mit dem Busfahren. Man kann sich nur wünschen, nicht von den öffentlichen Verkehrsmitteln abhängig zu sein, denn das bedeutet hier zu Lande: schön lange Wartezeiten an der Bushaltestelle (eine halbe Stunde ist da schon mal nichts), egal wohin es gehen soll. Und erfrorene Gliedmaßen und triefende Nasen am Morgen danach. Nun, ich hatte es nicht so weit und habe erst gar nicht gewartet, sondern bin gleich losmarschiert, ab durchs Schneetreiben, hui, war das fein. Alles in weiß und die war Lautstärke gedämpft. Ein Wandern durch ein Wintermärchen, etwas für die Sinne… .

Es hat geschneit…

Es hat geschneit heut nacht. Der erste Schnee. Auch wenn es schon wieder taut, die Sonne läßt es fleißig von den Bäumen tröpfeln, ist der Boden noch schön weiß gemalt. Eine kleine Winterromanze schlummert dort vertraulich im schwachen Sonnenlicht…

Tanne im Schnee

Cookies for cookie monster

Habe ein kleines Filmchen gefunden!
In dem Film „Cookie Robbery“ geht es um das cookie monster und natürlich um jede Menge cookies, um deren Beschaffung, um seine Freunde und ein bißchen Gangster-Rap…. viel Spass:

Was’n Wetter…

Was’n Wetter
Was ne Zeit
S is finster weit und breit….

Da summt sich seid heut morgen ein Lied in mein Ohr, das diese miese Wetterlage zur Zeit durchaus beschreibt: „Bist Du’s“ von meinem hochgeschätzten Rio und seinen Scherben.
Weiter im Text:

Durch den Sturm
Hör ich
weit weg
weit weit
Eine Stimme
Deine Stimme
Hörst Du mich

und weiter:

Durch den Regen
Spür ich
Ganz nah
Nah nah
Ein Gesicht
Dein Gesicht
Halt mich fest

(Text: Rio Reiser, Musik: Ton Steine Scherben, Album: „Scherben“ 1983, David Volksmund Produktion)

Schon schön! Danke Rio! Ein hochgeschätztes Dankeschön für solch schön poetische Texte!

Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär von Walter Moers

Gerade gelesen:

Das Leben ist ein gewundener Pfad!
Manchmal muß man eben Umwege gehen.

in dem hervorragendem Buch Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär von Walter Moers, in dem unser Blaubär so manchen Umweg geht.

Auch wenn es in diesem Buch um die Abenteuer des Käpt’n Blaubär geht, den wir alle in „Der Sendung mit der Maus“ kennen und lieben gelernt haben, ist dieses Werk eher ein Buch für Erwachsene. Es erinnert stark an Gullivers Reisen von J. Swifts, aber auch an D. Adams Per Anhalter durch die Galaxis, und wenn man so die Landkarte Zamoniens betrachtet, auch an J. R. R. Tolkiens Herrn der Ringe.
Es ist ein herrlich phantastisches Buch mit viel Unsinn, ein Buch dessen unglaubliche Geschichten großen Spass machen, Geschichten über das Leben in einer Fata Morgana, in einem Tornado und in einem Bollogg-Kopf, um nur einiges zu nennen.
Wer sich die 700 Seiten entlang traut, wird 700 Seiten bestens unterhalten. Nur Mut! Es lohnt sich.

4 von 5 Sterne

 

Schlaf-Stöckchen

Ein Stöckchen geht rum… . Wuff, habe es gefangen. Lieben Dank an TanYa, die grad mit dem Stöckchen um sich wirft. Dann mal los. Hier kommen nun die noch fehlenden Informationen über mein Schlafverhalten:

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Tiefpunkt

Meine Laune ist im Keller, ich quäle mich hier mit ner Erkältung rum, alles ist bäh. Heute ist I-Ah-Tag.

„Guten Morgen, I-Ah“, sagte Pu.
„Guten Morgen, Pu Bär“, sagte I-Ah düster. „Falls es denn ein guter Morgen ist“, sagte er. „Was ich bezweifle“, sagte er.

(A. A. Milne, Pu der Bär)

Verziehe mich jetzt mit nem guten Buch und ner Tafel Schokolade ins Bett… und komme erst wieder heraus, wenn draussen wieder die Sonne scheint. Na gut, das kann dauern, will mal nicht gleich übertreiben. Dann bis die Tage… .

Fühle mich wie der I-Ah an meinem Kühlschrank…

Kühlschrank-I-Ah

Gigantisches Konzert

Am Wochenende fand ich dann auch endlich mal die Zeit in meine Videoaufzeichnungen von Silvester reinzuschauen. Ich hatte einige Konzerte bei 3sat aufgezeichnet, unter anderen auch das Konzert von Robbie Williams vom 9. September in Leeds, UK. Eine gigantische Show spielte sich da auf meinem Bildschirm ab, die mich vom Sofa riss. Da veranstaltete ein einzelner Mann eine Riesenshow und zerrte Tausende in seinen Bann. War das Magie oder Wahnsinn? Überall strahlende Augen, vor Glück überschäumende Gesichter, eine Riesenstimmung. Ich konnte es dort zu Hause vor meinem Bildschirm gar nicht fassen. Es drängte sich mir die Frage auf, wieviel Macht der kleine Mann da auf der Bühne über diese große Masse hat. Und, wie man sich da oben auf der Bühne wohl fühlt. Nun, ich will hier ja gar nichts schlecht machen, es machte mich nur nachdenklich. Ich habe mir begeistert die Show zu Ende angeschaut und mitgegrölt. Und ich habe beschlossen, „Rudebox“ noch mal eine Chance zu geben. Ich fand ja zuvor, daß sich das Album zu weichgespült anhörte.

Hier ein kleiner Ausschnitt des Konzertes mit einem meiner Lieblingsongs „Feel“: